Hart erkämpfter Auswärtssieg

Wer im Vorfeld der Partie aufgrund der Tabellensituation von einem leichten Gang des Tabellenführers ausging, wurde heute eines Besseren belehrt. Der Tabellenzwölfte aus Donndorf machte es Trockau besonders in der ersten Halbzeit und kurz nach der Pause sehr schwer. Allerdings hätte der Sieg bei konsequenterer Chancenauswertung in der Schlussphase auch höher ausfallen können.

Die ersten Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern, die spielerisch überzeugten und durch einen Heber von Papiorok aus zwanzig Metern, knapp neben das Tor, nach misslungener Abseitsfalle hätten in Führung gehen müssen. Kurz darauf eine Glanztat von Gästekeeper Schüssel, der einen Drehschuss von Papiorok aus dem Kreuzeck fischte. Mit dem ersten konstruktiven Angriff über Held, der nur durch ein Foul zu stoppen war, gab es Elfmeter für Trockau. Hümmer schnappte sich die Kugel und verwandelte souverän zum 0:1 (12.). Danach plätscherte das Spiel im Mittelfeld vor sich hin und keine Mannschaft konnte sich Möglichkeiten erspielen. Die nächsten Chancen hatte Trockau durch einen Freistoß von Held (20. drüber) und Schüssen von A. Schmitt und Gradl, jeweils aus 10 m (29. und 30. TW Hübschmann hält).  Als die Heimelf auch einmal einen Angriff über rechts durchbekam, war TW Schüssel bei einem Schuss von F. Schulz auf dem Posten (34.). Kurz vor der Pause wurde es dann im Donndorfer Strafraum nochmals turbulent, als in ein und derselben Szene zunächst Held mit seinem Schuss am Pfosten, dann A. Schmitt mit dem Nachschuss an TW Hübschmann scheiterten und Hümmer schließlich aus fünf Metern vorbeischoss (41.). Mit dem schönsten Spielzug der ersten Halbzeit fiel dann doch das 0:2 (43.). Held passte auf den rechten Flügel zu Gradl und dessen präzise Flanke versenkte Grüner per Flugkopfball im Gästetor.

Nach dem Pausentee kam die Heimelf mit viel Schwung aus der Kabine und hatte die ersten Möglichkeiten durch Schüsse von Kochel und Fichtel, welche jedoch das Tor knapp verfehlten. In der 56. Minute hatte dann Hümmer die Entscheidung auf dem Fuß, als er sich am rechten Flügel gegen drei Gegenspieler durchsetzte und den Ball knapp am langen Eck vorbeischob. Im Gegenzug startete Papiorok ein Solo durchs Mittelfeld, zielte beim Abschluss aber etwas zu hoch. Auch Held konnte sich dann einmal durchsetzen, sein Rückpass auf den völlig freien A. Schmitt wurde jedoch von Heim-TW Hübschmann gerade noch abgefangen. Die größte Chance zum Anschlusstreffer hatte Hagen mit einem Freistoß aus etwa 20 Metern, der jedoch gegen den Pfosten klatschte (66.). Als Trockau in der 70. Minute das 0:3 gelang, dachten alle, die Entscheidung sei gefallen. Zunächst scheiterte A. Schmitt mit einem Schuss am TW, brachte aber noch eine Flanke vors Tor, die Held über die Linie drückte. Zwei Minuten später konnte Donndorf das erste Mal jubeln, als Papiorok eine Flanke aus fünf Metern einnickte. Dieses Tor gab der Heimelf Oberwasser und sie hatten nun mehr Spielanteile als der Tabellenführer. Dieser verteidigte aber so geschickt, dass keine zwingende Torchance zustande kam. Im Gegenteil: Durch die sich nun bietenden Kontergelegenheiten hätten A. Schmitt und Held zu mindestens drei Toren nutzen müssen. Sie spielten den letzten Pass jedoch zu inkonsequent bzw. schlossen zu schlampig ab.

Somit stand schlussendlich ein verdienter aber harterkämpfter Sieg für Trockau zu Buche, bei denen der unermüdliche Grüner und der quirlige Hümmer herausragten. Donndorf präsentierte sich besser und vor allem spielstärker, als es der derzeitige Tabellenstand vermuten ließ und hatte in Papiorok und F. Schulz ihre Aktivposten.

Der junge Schiedsrichter Christ pfiff hervorragend, weil unauffällig und traf immer die richtige Entscheidung.

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