Punkte und Trainer in der letzten Minute verloren

In einer hart umkämpften Partie gab es am gestrigen Samstag keinen Sieger. Kirchenlaibach kam in der Nachspielzeit durch einen Foulelfmeter zum hochverdienten, in dieser Situation jedoch glücklichen Ausgleich. Zudem sah Trockau`s  Spielertrainer A. Süß in dieser Situation die rote Karte.

Der Tabellenführer aus Trockau fand anfangs  besser in die Partie und hatte bereits nach fünf Minuten eine Möglichkeit durch einen Freistoß aus etwa 20 Metern zentral vorm Tor, den Heldjedoch zu hoch ansetzte. In der siebten Spielminute musste eigentlich die Führung erzielt werden, als Held über rechts lossprintete und seine flache Hereingabe von Hümmer ganz knapp neben den Pfosten gesetzt wurde. Dieser wurde dabei jedoch von seinem Gegenspieler, nach Meinung vieler Zuschauer, elfmeterwürdig gefoult und konnte erst nach einiger Behandlungszeit weiterspielen.  Das Spiel an sich war in dieser Phase von vielen langen Bällen geprägt womit beide Mannschaften das Mittelfeld überbrückten, was für die Zuschauer wenig ansehnlich war. Trockau hatte mehr Ballbesitz und auch die nächste Chance, als sich Süß über links durchspielte und seine Hereingabe von A. Schmitt über das Tor geschossen wurde. Im Gegenzug startete Kirchenlaibach einen Angriff über rechts, die Flanke von Krügel war jedoch zu harmlos und wurde von Gästekeeper Schüssel abgefangen (15.).  Eine Minute später kam Gradl aus etwa 18 Metern zentral zum Schuss, verzog aber um einige Meter. In der Folgezeit konnte sich die Heimelf besser in Szene setzen und kam nun des Öfteren vor das gegnerische Tor. Ein Freistoß von Will aus halbrechter Position verpuffte aber wegen Abseitsstellung zweier Mitspieler. Fast im Gegenzug wieder eine gute Chance für Trockau. Körber schickte Held über rechts und dessen Schuss aus halbrechter Position im Strafraum ging knapp am langen Pfosten vorbei (29.). Eine Zeigerumdrehung weiter hätte Kirchenlaibach in Führung gehen müssen, als nach einem langen Ball aus der Abwehr heraus Zeitler plötzlich alleine auf das Gästetor zulief, jedoch mit einem überhasteten Abschluss am glänzend reagierenden Schüssel scheiterte. In der 36. Minute kam es dann, wie es meistens kommt; wenn man seine eigenen Chancen nicht nutzt geht der Gegner in Führung. Nach einem Befreiungsschlag vom eigenen Strafraum entwischte Held einmal seinem Bewacher D. Busch, der den Trockauer Torjäger bis dahin gut im Griff hatte, und vollendete seinen Alleingang mit einem Flachschuss zum 0:1. Dieser Rückstand rüttelte die Heimelf offenbar auf, denn bis zur Pause waren sie jetzt die aktivere Elf. Zunächst gab es einen Aufreger in der 42. Minute, als wiederum Zeitler aufs Tor zulief und ihm Gästeverteidiger M. Schmitt im Laufduell auf den Fuß trat, dieser dadurch zu Fall kam, der Pfiff von SR Schröder jedoch ausblieb, was in diesem Fall eine Fehlentscheidung war. Kurz vor dem Pausentee kam Krügel nach einem langen Ball aus etwa acht Metern zum Kopfball, TW Schüssel konnte jedoch parieren. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte wieder Trockau mit einem Freistoß von Held aus 20 Metern mittig vorm Tor, der diesen jedoch in die Wolken jagte.

Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatte die Heimelf. Der Freistoß von Will ging jedoch an Freund und Feind vorbei ins Aus. Kurz darauf spieleten sich Grüner und Arnold über rechts durch, die Hereingabe wurde jedoch von Heim-TW  Dujicek abgefangen (50.) Die nächste Duftmarke setzte Kaussler mit einem strammen Schuss aus etwa 25 Metern, den Schüssel parieren konnte (54.) Kurz danach prallten Hümmer und Dujicek nach einem langen Ball an der Strafraumkante zusammen und der Trockauer Stürmer musste erneut einige Minuten behandelt werden, konnte jedoch weitermachen (55.) Das war dann für die nächsten 25 Minuten die letzte nennenswerte Aktion der Gäste. Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch Kirchenlaibach und schnürte die Gäste in deren eigener Hälfte regelrecht ein. Dadurch ergaben sich zwangsläufig Tormöglichkeiten zum Ausgleich. In der 65. rutschte Will knapp an einer schönen Flanke von Krügel vorbei. Der eingewechselte Kaufmann, ab diesem Zeitpunkt bester Mann auf dem Platz, hatte die größte Möglichkeit, als er eine Ecke per Volleyabnahme aus zehn Metern an die Latte setzte (74.) In der 77. Minute setzte Hoereth einen Schuss etwas zu hoch an und zwei Minuten später verpasste Krügel eine Hereingabe von Lehner nur knapp. Kurz darauf hatte dann Trockau innerhalb von zwei Minuten durch Konter die Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden. In der 80. Minute konnte sich Held über rechts durchsetzen und schloss aus spitzem Winkel selbst ab; Dujicek konnte glänzend parieren. Ein Abspiel in die Mitte, wo zwei Mitspieler freistanden wäre in dieser Situation wohl besser gewesen. In der 81. kam Hümmer über links durch, die Flanke auf dem mitgelaufenen Held war jedoch zu unpräzise und ging ins Leere. Somit musste Trockau bei weiteren Chancen der Heimelf zittern. Zunächst zimmerte D. Busch einen Freistoßhammer aus 30 Metern aufs Tor und Schüssel musste alles aufbieten was er hatte, um zu klären (85.) Beim nachfolgenden Eckball stand Kaufmann am Fünfmeterraum mutterseelenalleine und köpfte knapp über den Querbalken. Nun folgte wieder ein Befreiungsschlag von Trockau, den TW Dujicek 20 Meter vor seinem Tor gegen Held vertändelte. Diese Chance wurde jedoch von Held und Hümmer zu überhastet abgeschlossen und konnte von der nachrückenden Verteidigung geklärt werden (87.) Im Gegenzug ging dann TW Dujicek bei einem Eckball mit nach vorne und kam tatsächlich zum Kopfball, welcher jedoch am Tor vorbeiging.

Bis in die Nachspielzeit (93.) ergab sich dann keine konkrete Torchance mehr für Kirchenlaibach. Die letzte Spielszene hatte es dann aber nochmals in sich. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde hoch in den Trockauer Strafraum gechippt, wo sich auf engstem Raum alle Feldspieler versammelt hatten. Süß klärte den Ball per Kopf, als plötzlich SR Schröder zum Erstaunen zahlreicher Zuschauer auf Elfmeter wegen „Aufstützen“ entschied. (Der Berichterstatter stand in diesem Augenblick zu weit vom Spielgeschehen weg, um sich hier ein Urteil darüber erlauben zu können) Bei der nachfolgenden Rudelbildung echauffierte sich Gästetrainer Süß vermutlich derart über diese Entscheidung, dass er noch die rote Karte sah. Dem Kapitän der Heimelf, D. Busch, war das ziemlich egal. Er schnappte sich den Ball und schob diesen eiskalt zum Ausgleich ins Tor. Gleich darauf pfiff SR Schröder das Spiel ab.

Über das gesamte Spiel gesehen muss Trockau mit dem Unentschieden zufrieden sein. Man hatte in der ersten Halbzeit zwar mehr Spielanteile, konnte jedoch keine klaren Torchancen herausspielen. Kirchenlaibach dominierte das Spiel in der zweiten Hälfte, konnte jedoch seine klaren Tormöglichkeiten nicht nutzen. Dann wiederum versäumten es die Gäste das Spiel mit ihren Kontermöglichkeiten vorzeitig zu entscheiden. Der Ausgleich mit der letzten Spielszene war für Kirchenlaibach zwar mehr als verdient, aber in dieser Art und Weise auch glücklich.

Die Heimelf bot eine kämpferisch starke Leistung, die der überragende D. Kaufmann mit spielerischen Elementen garnierte. Des weiteren überzeugten Kapitän Busch, der Maxi Held gut im Griff hatte und TW Dujicek. Trockau verlor nach einer guten ersten Halbzeit komplett den Faden und fand keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Dennoch wurde der Vorsprung bis zur letzten Minute leidenschaftlich verteidigt.

SR Schröder pfiff eigentlich recht ordentlich, hätte bei der ein oder anderen Szene jedoch härter durchgreifen müssen. Zur 93. Minute; siehe den Klammerzusatz weiter oben im Text.

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