25-Meter-Freistoß war das Highlight

Bei windigem, aber trockenem Wetter fanden sich trotzdem zahlreiche Zuschauer ein, um das Spiel des Tabellenführers gegen die Reserve des SV Mistelgau zu sehen. Sie wurden für ihr Kommen u.a. mit einem grandiosen Freistoßtreffer belohnt.

Es war vom Anstoß an klar, dass die ohne Auswechselspieler aufgelaufenen Gäste ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legen würden und mit ihren wenigen Kontern nur selten Gefahr für das Tor von Schüssel austrahlten. Trockau musste aufgrund der roten Karte gegen Trainer Süß in der Vorwoche die Viererkette umstellen, was man durchaus an einigen Abstimmungsproblemen bemerkte. Bei Mistelgau stand sofort TW Stadter im Mittelpunkt, als er zuerst einen Schuss des heute sehr agilen Hümmer aus 10 Metern (10.) und dann einen missglückten Heber von A. Schmitt von der Sechzehnerkante aus klären musste (15.). Auch Heimkeeper Schüssel durfte gleich mitspielen und musste bei einem Querschläger aus 30 Metern von Wölfel (19.), der sich aufgrund des starken Windes aufs Tor senkte beherzt eingreifen.

In der 21. Minute konnte Trockau erstmals jubeln, als sich Grüner den Ball im Mittelfeld erkämpfte und A. Schmitt schön in die Gasse spielte und dieser überlegt zum 1:0 einschob. In der Folgezeit versuchte man es aufgrund des schweren Geläufs mit Fernschüssen. Zunächst verzog Körber aus etwa 20 Metern (23.), dann klärte Stadter einen Schuß von Grüner ohne Probleme (24.). Die zweite und letzte Möglichkeit der Gäste resultierte aus einem Freistoß aus halbrechter Position, 25 m vor dem Tor (28.), den Rösch aufs Tor zog und Schüssel auf Nummer sicher ging und mit der Faust klärte. Bis zur Pause hätte namentlich Hümmer seine Farben zu einer klaren Führung verhelfen können, wenn er seine Chancen genutzt hätte. In der 30 Minute setzte er sich technisch versiert gegen fünf Gegenspieler am Strafraum durch, seinen ungenauen Schuss klärte Stadter. Fünf Minuten später setzte er nach schöner Kombination zwischen A. Schmitt und Held, dessen Flanke per Direktabnahme ans Außennetz .Da er selbst nicht traf, versuchte er nun seine Mitspieler in Szene zu setzen. Zunächst legte er Grüner den Ball auf, der jedoch aus 20 Metern knapp verzog (36.), kurz vor dem Pausenpfiff flankte er auf den mitstürmenden Außenverteidiger J. Schmitt, der den Ball knapp am langen Eck vorbeischoss. Auch Torjäger Maxi Held meldete sich nun mal zu Wort; seine schöne Hereingabe in der 45. Minute auf den freistehenden A. Schmitt war jedoch zu ungenau. Auch sein Außenristschuss in der Nachspielzeit flog knapp am langen Eck vorbei.

Nach dem Seitenwechsel mussten sich die Gäste neben der immer stürmischer angreifenden Heimelf, auch gegen den nun herrschenden Gegenwind erwehren. D. h. ihre Befreiungsschläge fielen auf Höhe der Mittellinie herunter und kamen postwendend wieder mit einem Angriff der Trockauer zurück. Beim 2:0 (48.) nahm es Held wieder mal alleine mit der gesamten Abwehr auf und war nicht vom Ball zu trennen, als er parallel zur Sechzehnerlinie dribbelte. Seinen ersten Schuss konnte Stadter noch glänzend abwehren, gegen den Nachschuss war er jedoch machtlos. In der 53. Minute bekam Trockau durch den sehr gut leitenden SR Benelli einen Freistoß zentral ca. 20 Meter vor dem Tor zugesprochen. Hümmer nahm sich ein Herz und schlenzte den Ball jedoch etwas zu hoch aufs Tornetz (53.) Kurz darauf dann die Vorentscheidung. Brendel schlug einen langen Diagonalpass in den gegnerischen Strafraum, Maxi Held nahm das Ding mit der Brust an und vollendete volley zum 3:0 (56.). Das fast schon obligatorische Gegentor holte sich der Tabellenführer dann in der 61. Minute ab, als die heimische Abwehr samt TW nach einem langen Freistoß im Tiefschlaf verharrte und Lindner zum 3:1 einnetzte. Das war dann aber auch die letzte Gelegenheit der Gäste. Ab nun rollte Angriff über Angriff auf das Tor von Stadter. Diese alle zu schildern würde den Rahmen des Berichts sprengen. Ich beschränke mich deshalb auf die erfolgversprechendsten. Böhmer und Held kombinierten sich per Doppelpass auf der rechten Seite durch, Held´s Schuss konnte Stadter parieren und auch den Nachschuss von A. Schmitt hatte er sicher (68.).

Nun folgte das Highlight des Spiels, das alleine schon den Eintritt wert war. Es gab Freistoß für Trockau, zentral 25 Meter vor dem Gästetor (73.). Diesmal trat Maxi Held an und versenkte die Kugel derart genau im rechten oberen Torwinkel, dass wohl kein Bierdeckel mehr zwischen Ball und Latte bzw. Pfosten gepasst hätte. TW Stadter konnte nur resigniert hinterherschauen. Den Schlusspunkt unter eine derart einseitige Partie setzte wieder A. Schmitt mit dem 5:1 (85.). Er nahm eine schöne Flanke von J. Schmitt von links an und schoss die Kugel flach ins kurze Eck.

Somit stand schlussendlich ein hochverdienter Sieg der Heimelf fest, aus der neben dem eifrigen, aber im Abschluss glücklosen, Max Hümmer, A. Schmitt herausragten. Bei Mistelgau, die zu keinem Zeitpunkt aufsteckten, denen jedoch die Durchschlagskraft nach vorne fehlte, gefielen TW Stadter und der fleißige Mittelfeldantreiber Wölfel.

Der junge SR Florian Benelli hatte mit der fairen Partie keinerlei Probleme und lieferte eine sehr gute Leistung ab.

Nach dem Schlusspfiff bedankte sich die Mannschaft nochmals bei den Zuschauer für die Unterstützung in der Vorrunde und verabschiedete sich zuhause bis zum März in die Winterpause.

 

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