Spannendes Derby vor Rekordkulisse

Im Nachbarderby Aufsteiger gegen Absteiger trennten sich beide Mannschaften vor einer Rekordkulisse von über 400 Zuschauern schlussendlich leistungsgerecht mit einem 1:1 (0:0) Unentschieden.

Kirchahorn startete furios in die Partie und namentlich Stadter überlief die Trockauer Hintermannschaft zweimal über die linke Seite. Hierbei wurde er in der 3. Minute von Körber im Strafraum von den Beinen geholt und SR Maisel entschied richtigerweise auf Elfmeter. Bauernschmitt hatte TW Schüssel bereits in die falsche Ecke geschickt, traf jedoch nur den rechten Innenpfosten, von wo aus der Ball ins Aus trudelte. Wer weiß wie die Partie gelaufen wäre, wenn der Ball drin gewesen wäre.

Trockau erholte sich jedoch rasch von dem Schock und legte nun auch seine Nervosität ab. SGT-Kapitän Grüner konnte im Mittelfeld ungestört durchmaschieren, passte nach rechts auf B. Schmitt, dessen Schuss aus spitzem Winkel jedoch knapp über die Querlatte strich (8.). Nur eine Zeigerumdrehung später erkämpfte sich Thiem den Ball, seinen strammen Schuss aus 20 Metern konnte Gästekeeper Dressel jedoch abwehren. Kurz darauf wurde erstmals Held auf die Reise geschickt, der jedoch von Poser und TW Dressel soweit abgedrängt wurde, dass sein Schuss nicht mehr aufs Tor kam (11.). Und weiter gings Richtung Gästetor mit einem Kopfball von Hümmer, nach Gradl-Freistoß, den Dressel mit einer Glanzparade zur Ecke klärte (16.). Dann traten auch die Gäste wieder in Erscheinung, als Beierlein einen langen Ball mit der Brust auf Bauernschmitt ablegte, dieser jedoch seinen Volleyschuss verzog (17.). In der Folgezeit fanden beide Abwehrreihen zu mehr Sicherheit, so dass Torchancen seltener wurden. Die Gäste scheiterten vor dem Pausentee noch mit einem Freistoß von Rupprecht (27.), der drüber ging und mit einem Drehschuss von Beierlein aus 16 Metern, welchen Schüssel sicher aufnahm.

Die zweite Halbzeit begann genauso spektakulär wie die Erste. Held entwischte seinem Bewacher Poser über rechts und seine Hereingabe versenkte Hümmer trocken aus 12 Metern zur 1:0-Führung (47.). Durch den Rückstand mussten die Gäste nun mehr riskieren und drängten Trockau vermehrt in die Defensive. Klare Torchancen konnte man jedoch nicht herausspielen. Bei den Abschlüssen zielte man entweder zu ungenau oder ein Abwehrbein war dazwischen. In der Folgezeit hätte Trockau nun mit seinen Konterchancen den Sack zu machen müssen. Namentlich Held setzte sich zunächst gegen vier Verteidiger durch und schob den Ball knapp am Pfosten vorbei (55.) und lief dann von der Mittellinie alleine aufs Gästetor zu, versuchte jedoch den TW auszuspielen anstatt gleich abzuspielen. Dadurch konnte ihm der mitgelaufene Abwehrspieler noch den Ball vom Fuß spitzeln (72.).

Das Auslassen dieser Chancen rächte sich dann in der 73. Spielminute. Hofmann schlug eine Freistoßflanke von rechts über Freund und Feind hinweg und J. Gleich stand am langen Pfosten völlig blank und hatte keine Mühe aus kurzer Distanz zum Ausgleich einzuschieben. Die einzige strittige Situation des Spiels ereignete sich dann in der 83. Minute, als sich A. Schmitt gegen drei Gegner durch setzte und sein Schuss von Poser eindeutig mit der Hand zur Ecke abgewehrt wurde. Warum SR Maisel hier nicht auf Strafstoß entschied, konnte wahrscheinlich keiner der Akteure nachvollziehen. Zu guter Letzt hätte Kirchahorn fast noch das Siegtor erzielt, als ein Klärungsversuch von Gradl gegen das Bein von Gästestürmer Wickles prallte und sich der Ball über TW Schüssel auf die Latte senkte und Körber den Abpraller gerade noch klären konnte.

Nach dem Abpfiff waren wohl beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden. Sowohl Auf- als auch Absteiger waren somit in der neuen Klasse angekommen und haben feststellen müssen, dass beide spielerisch noch Luft nach oben haben. Bei Kirchahorn gefielen Stadter und Dressel, die Heimelf hatte ihre auffälligsten Akteure mit Süß und Grüner.

 

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