Kantersieg wäre möglich gewesen

Das Ergebnis von 3:0 im Spiel zwischen Aufsteiger Trockau und dem letztjährigen Tabellendritten aus Oberpreuschwitz war vor dem Spiel nicht unbedingt so zu erwarten. Nach dem Spiel jedoch können sich die Gäste bei der mangelhaften Chancenverwertung der einheimischen Stürmer bedanken, dass sie nicht noch höher heimgeschickt wurden.

Das Spiel begann auf beiden Seiten sehr verhalten, wobei Oberpreuschwitz optisch ansprechend mit gepflegtem Kurzpassspiel agierte und Trockau in dieser Phase nur kämpferisch dagegen halten konnte. Die erste Chance des Spiels hatte die Heimelf, als M. Schmitt nach langem Pass von Grüner einen Schritt zu spät kam und Gästekeeper Huttner klären konntem (10.). Nur eine Minute später eine Doppelchance für die Gäste, als sich Glaß und B. Salihu über rechts mit einem Doppelpass durchspielten und am Fünfereck Hacker völlig freistehend die Hereingabe um einen Schritt verpasste und kurz darauf Körber den Ball vertändelte und Halimi über links ungehindert in den Strafraum laufen konnte und mit der „Picke“ aus 5 Metern an der Fußabwehr des Trockauer Keepers Schüssel scheiterte. In der 13. Minute dann die Führung für Trockau aus dem Nichts. B. Schmitt eroberte den Ball im Mittelfeld, schickte M. Held an die linke Außenfahne, von wo dieser nach innen zog, zwei Gegenspieler stehen ließ und mit einem Flachschuss unter gütlicher Mithilfe von Huttner zum 1:0 traf. Auch die nächste Möglichkeit der Heimelf ergab sich nach einer Balleroberung im Mittelfeld, Grüner schickte wieder Held über links, der überlief wieder seinen Gegenspieler und seine Hereingabe wurde gerade noch abgeblockt (17.). Zwei Minuten später kam Körber am Gästestrafraum nach einem Querschläger an den Ball, steckte auf Held durch und dieser jagte den Ball in die Wolken. Nach einer halben Stunde hatten die Gäste wieder eine Chance, als Harimi von der Strafraumkante abzog und Schüssel per Faustabwehr klären musste. Im Gegenzug fiel dann das 2:0 für Trockau durch einen direkten Freistoß von Held aus 20 Metern in zentraler Position, der von der Mauer unglücklich abgefälscht wurde und sich hinter Huttner ins Netz senkte. Danach ging es wieder in die Gegenrichtung. Trockau verlor den Ball im Mittelfeld, Hacker legte auf Harimi zurück und dessen Schuss aus 17 Metern konnte Schüssel gerade noch abwehren (31.). Bei einem weiteren Freistoß von Held aus gleicher Position herrschte wieder Alarmstufe 1 in der Preuschwitzer Abwehr. Diesmal ging der Ball über die Mauer und Huttner konnte per Fußabwehr retten. Die letzten beiden Möglichkeiten vor der Pause gehörten den Gästen. Zunächst wurde Glaß schön auf links freigespielt und scheiterte aus 12 Metern an Schüssel und kurz darauf stand Hacker plötzlich mutterseelenalleine vor Schüssel am Elfmeterpunkt und brachte den Ball wieder nicht am Keeper vorbei. Zeitgleich entschied SR Weber jedoch auf Abseits.

Die Gäste mussten dann irgendein Schlafmittel im Pausentee gehabt haben, denn sie kamen ohne jeden Elan und Spielwitz aus der Kabine und Trockau hätte in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel fünf Tore erzielen müssen. Zuerst eroberte A. Schmitt den Ball an der Außenlinie, passte genau in die Mitte, wo M. Schmitt das Kunststück fertigbrachte den Ball aus drei Metern am Tor vorbeizuschießen (49.). Als er dann in der 53. Minute von Grüner bedient wurde und ins Tor traf, entschied der SR wieder richtigerweise auf Abseits. Dann kamen die Minuten von Held, der ein ums andere Mal seine Gegenspieler auf der Außenbahn stehen ließ. Zuerst passte er schön in die Mitte, wo Gradl den Ball aus zwei Metern verstolperte, dann überlief er auch noch den Keeper, brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr aufs Tor und zu guter Letzt schloss er selber ab, jedoch weit übers Tor. Nach dieser Drangphase waren die Gäste mal auf dem Weg zum Trockauer Tor und ein abgefälschter Schuss von Schichtel senkte sich gefährlich, so dass Schüssel ihn gerade noch über die Latte lenken konnte. Kurz darauf war es erneut Schichtel, der einen Pass annahm und aus der Drehung knapp übers Gehäuse zielte (62.). Als es wieder mal Freistoß am Sechzehner der Gäste gab, probierte es diesmal Gradl mit links und Huttner konnte stark parieren. Sein Nachschuss wurde abgeblockt und schlussendlich wurde auch der Kopfball von M. Schmitt geklärt. In der 71. Minute brachte der eingewechselte Hümmer nach feiner Flanke von Körber das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern vorbei zu köpfen. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 78. Minute, als sich Süß am eigenen Sechzehner den Ball schnappte, unwiderstehlich antrat, alle stehen ließ und dann uneigennützig auf den mitgelaufenen Held passte, der nur noch ins leere Tor zum 3:0 einschieben brauchte. Die letzte hochkarätige Chance vergab kurz vor Schluss B. Schmitt, der eine Vorlage von Gradl aus acht Metern nicht aufs Tor brachte. Die beiden letzten Szenen des Spiels gehörten wieder den Gästen. Zunächst musste Schüssel sein ganzes Können aufbieten, um einen Freistoß vom B. Salihu an die Latte zu lenken und schließlich war es wieder Schichtel, der den Ball nach feinem Pass von Salihu knapp über die Latte hob.

Aufgrund der Überzahl von Torchancen, die teilweise leichtfertig vergeben wurden, war der Sieg der Heimelf hochverdient. Oberpreuschwitz spielte in der ersten Hälfte gut mit, was sie jedoch nach dem Seitenwechsel unverständlicherweise aufgaben. Dennoch wäre ein Ehrentreffer verdient gewesen. Sie hätten sich jedoch über eine haushohe Niederlage auch nicht beschweren dürfen.

SR Weber leitete insgesamt sicher und unauffällig. Mit mancher Abseitsentscheidung waren beide Seiten jedoch nicht einverstanden. Bei Trockau gefiel das kampfstarke Mittelfeld und der antrittsschnelle Held, bei den Gästen taten sich Halimi und Salihu hervor.

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