„Joker“ Held stach zweimal zum Heimsieg

Trockau feierte gegen den Tabellenvorletzten aus Laineck einen glanzlosen Heimsieg, den der eingewechselte Maxi Held in der Schlussphase mit zwei Toren sicherstellte.

Die Hausherren waren die ersten Minuten gedanklich wohl noch in der Kabine und hätten sich über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. Nach einem Befreiungsschlag unterlief ein Abwehrspieler den Ball und Schoberth lief alleine auf TW Schüssel zu, der jedoch per Fußabwehr glänzend parierte. Eine Zeigerumdrehung später vertändelte Süß im eigenen Sechzehner den Ball gegen Track und dessen Hereingabe setzte D. Förster knapp neben den Pfosten (2.).  Durch diese beiden Aktionen offenbar aufgeweckt, zog nun Trockau sein Angriffspiel auf, wobei Maxi Held, leicht angeschlagen, zunächst nur von der Bank aus Einfluss nahm. Gradl lief der Gästeabwehr über links davon, schloss mit einem Flachschuss ab, den  TW Münch per Fußabwehr vor die Füße von A. Schmitt klärte, welcher den Nachschuss jedoch verzog (6.). In der 17. Minute dann eine Doppelchance für Trockau, als zunächst A. Schmitt einen Volleyschuss verzog und Körber kurz darauf TW Münch mit der Picke aus 8 Metern in die Arme schoss. Dann konnte sich der sehr agile Hümmer zweimal in Szene setzten, als er mit einem Schuss aus 16 Metern am Gästekeeper scheiterte und über links mehrere Gegenspieler vernaschte, vorbildlich nach innen passte und A. Schmitt leider zu hoch zielte. Die Gäste wollten dann jedoch auch ein Wörtchen mitreden und kamen nach einer halben Stunde kurz nacheinander zu zwei  Großchancen. Nach einem langen Einwurf, den Schoberth per Kopf  in den Lauf von M. Förster verlängerte und dieser aus kurzer Distanz an Schüssel scheiterte (26.) und in der 29. Minute, als Mönnich einen zu kurz abgewehrten Ball zentral aus 14 Metern volley nahm, an Schüssel scheiterte und den Nachschuss in die Wolken setzte. Bei der Führung für Trockau bedurfte es dann der Schützenhilfe der Gäste. Nach einem langen Freistoß von Thiem überraschte Alca seinen eigenen Keeper mit einem harmlosen Kopfball, den dieser zum 1:0 passieren ließ (32.). Dadurch offenbar geschockt kam die Lainecker Hintermannschaft immer mehr ins Schwimmen und ließ Chance um Chance für Trockau zu. Der glücklose  A. Schmitt köpfte aus fünf Metern Münch direkt in die Arme, zielte dann bei einer Hereingabe vom Hümmer abermals zu hoch und kurz vor der Pause strich ein Freistoß von Gradl knapp übers Gästegehäuse.

Die zweite Halbzeit begann sehr verhalten ohne Möglichkeiten für beide Mannschaften. Nach einer guten Stunde hatte Lainecks D. Förster die große Möglichkeit zum Ausgleich, als er eine Flanke seines Bruders an den Pfosten köpfte und im Nachschuss hätte Alca seinen Patzer beim 1:0 wieder wett machen können, er verzog jedoch aus 6 Metern knapp. Zwei Minuten später erneut eine Großchance für die Gäste, als nach einem langen Ball erneut Schobert blank vor Schüssel auftauchte und dieser dessen Schuss glänzend parieren konnte. Über den Ausgleich hätte sich auf Trockauer  Seite zu diesem Zeitpunkt niemand beschweren dürfen. Dies wurde Maxi Held, dessen Einsatz eigentlich nicht geplant war, da er aus dem Spiel gegen den FSV Bayreuth angeschlagen war, offenbar zu heikel und er wechselte sich in der 69. Minute selbst ein. Auch der Lainecker Spielertrainer M. Sajaia saß bis zu 64. Minute auf der Bank und wirkte nun mit. Es war dann auch Held, der in der 81. Minute für eine Art Vorentscheidung sorgte, als er einen weiten Ball von A. Schmitt aufnahm, Gegenspieler Mönnich versetzte und zum 2:0 einschoss. Danach gab es weitere gute Möglichkeiten von Held und A. Schmitt, die jedoch ungenutzt blieben. Kurz vor Schluss dann doch der verdiente Anschlusstreffer der Gäste, als M. Förster auf Schoberth durchsteckte und dieser trocken zum 2:1 ins kurze Eck verwandelte.  Den Schlusspunkt unter die Partie setzte erneut Held mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern  zum 3:1.

Trockau feierte einen verdienten Heimsieg, wobei man zunächst  mit der Chancenverwertung haderte. Dann kam jedoch noch Qualität von der Bank und der Sieg war perfekt. Auch die Gäste aus Laineck hatten ihre Möglichkeiten, scheiterten jedoch am besten Trockauer, TW Schüssel. Sie präsentierten sich weitaus besser, als es der Tabellenplatz erahnen  ließ. Sie hatten ihre Besten in Gaevert und Schoberth.

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