Kerwasieg war teuer erkauft

Im Kerwaspiel gelang Trockau aufgrund einer klaren Leistungssteigerung zu den letzten Spielen, vor allem im kämpferischen Bereich, ein insgesamt verdienter 2:1 (1:1)-Sieg gegen den TSV Donndorf. Dieser wurde jedoch durch die schweren Verletzungen von TW Adelhardt und Torjäger Held erheblich getrübt.

Nach den letzten beiden klaren Niederlagen mit 12 Gegentoren wollte man sich gegen den Tabellenzweiten mehr auf die Abwehrarbeit konzentrieren, was jedoch in der ersten halben Stunde nicht gelang. Zudem fiel mit Spielertrainer Süß eine wichtige Stütze der Abwehr krankheitsbedingt aus. Die ersten beiden Möglichkeiten des Spiels hatten die Gastgeber durch den sehr agilen Ph. Schmidt, der zunächst nach langem Ball von B. Schmitt seinen Schuss zu hoch ansetzte und kurz darauf nach einer Hereingabe von Hümmer an Gästekeeper Stadter scheiterte (3.). Das machten die Gäste in der 5. Minute deutlich besser. Hagen konnte über rechts nicht gebremst werden, sein Schuss ging an den Pfosten und den Abpraller bugsierte Meixner mit dem Oberschenkel zur Gästeführung ins Netz. Dieser Rückstand schockte die Trockauer Truppe erheblich. In der Folgezeit bekam man keinen Zugriff auf die Gästestürmer und namentlich Meixner spielte die heimische Abwehr über links mehrmals schwindelig. In der 7. Minute konnte ihn Körber nur durch ein grenzwertiges Foul stoppen, sonst wäre er alleine aufs Tor zugelaufen. Den fälligen Freistoß aus etwa 20 Metern von Hagen meisterte TW Adelhardt, der für den gesperrten Schüssel im Tor stand, hervorragend. Auch den Kopfball von Lang beim anschließenden Eckball pflückte er sicher herunter (8.) Keine Zeigerumdrehung später missglückte ihm jedoch ein Abstoß, Zeitler fing ihn ab und marschierte aufs Trockauer Tor. Körber konnte jedoch im letzten Moment einen Abschluss verhindern und den Ball wegspitzeln. Auch in der Folgezeit blieben die Gäste überlegen, hatten jedoch keine zwingenden Chancen mehr. In der 25. Minute hatte dann Trockau eine gute Möglichkeit durch Held, der Horn aussteigen ließ, jedoch mit seinem Flachschuss aus acht Metern am Donndorfer Keeper scheiterte. Kurz danach gab es den nächsten Schock für die Heimelf, als Zeitler nach einem langen Ball, mit dem aus seinem Sechzehner geeilten und den Ball per Kopf klärenden Adelhardt zusammenprallte. Der Trockauer Keeper musste mit Kopfplatzwunde ins Krankenhaus eingeliefert werden, Zeitler kam mit einer ansehnlichen Beule am Kopf etwas glimpflicher davon. Nun musste Auswechselspieler M. Schmitt ins Tor, der seine Sache jedoch ausgezeichnet machte. Nach der langen Unterbrechung hatte Trockau die nächste Möglichkeit, al nach einem Langen Ball Abwehrspieler Lang seinen Keeper  mit einer Kopfballrückgabe überrascht hatte und Ph. Schmidt das Missverständnis beinahe genutzt hätte (39.). Auch Held hatte in der 40. Minute die Chance zum Ausgleich, als er mit seinem Freistoß aus 18 Metern an der Mauer scheiterte. Auch die Gäste meldeten sich nun mit Chancen zurück. Nachdem ein Eckball nicht geklärt werden konnte, schoss Lang aus etwa sechs Metern über den Querbalken (41.) und in der 45. Minute setzte Hagen einen Freistoß knapp über des Kreuzeck. In der Nachspielzeit gelang Trockau dann doch noch der Ausgleich, als der nun immer sicherer leitende SR nach einem Foul an Ph. Schmidt Elfmeter pfiff und Held sicher zum 1:1 verwandelte. Die letzte Chance vor dem Seitenwechsel hatte Trockau. Hümmer setzte sich über links durch passte in die Mitte zu Held, dessen Schuss geblockt wurde. Den Abpraller köpfte wieder Hümmer aus drei Metern aufs Tor, Stadt reagierte jedoch glänzend.

Nach dem Pausentee passierte zunächst auf beiden Seiten nicht viel. Donndorf war feldüberlegen, der letzte Pass in die Spitze kam jedoch nicht an bzw. wurde von Trockau gut verteidigt. Nach gut einer Stunde gab es die ersten Aufreger, als Stelzel einen Freistoß lang auf Hagen spielte und dessen Volleyabnahme knapp am langen Pfosten vorbeirauschte und kurz darauf Meixner über links enteilte und Zeitler die Hereingabe knapp verpasste. Die nächste Situation in der 65. Minute wurde von den Hausherren mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen. Als nämlich A. Schmitt mit einem herrlichen Pass Held auf die Reise schickte, enteilte dieser den beiden Verteidigern Stelzel und Horn und brachte den Ball in die Mitte, wo er knapp am Pfosten vorbeirutschte. Letztgenannter grätschte hierbei etwas übermotiviert in den Stürmer hinein, worauf SR Barnert erneut auf Strafstoß entschied. Leider wurde Held dabei so schwer verletzt, dass er ausgewechselt werden musste und für längere Zeit ausfallen wird. Den Strafstoß verwandelte Ph. Schmidt sicher zum 2:1.  Er war es dann auch in der 75. Minute, der die Vorentscheidung knapp verpasste. Nach einem Einwurf und einem Stockfehler von Horn zog er aus etwa zehn Metern ab und Stdter musste alles aufbieten was er hatte um den Ball an die Latte zu lenken. Ab dann war es jedoch mit der Stürmerherrlichkeit von Trockau vorbei und es wurde nur noch leidenschaftlich verteidigt. Die Gäste bestimmten die Schlussphase des Spiels und hatten noch drei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. In der 80. Minute scheiterte Hagen nach einem schönen Spielzug über links mit einem Schuss aus etwa acht Metern an M. Schmitt und der Latte. In der 88. Minute brachte Papiorok eine Flanke in die Mitte, wo Zeitler mutterseelenalleine am Fünfmeterraum stand, den Ball direkt nahm, jedoch am Tor vorbeizielte. Auch in der letzten Szene des Spiels hatte er kein Schussglück, als ihm eine Flanke von Holtz, wiederum völlig freistehend, vor die Füße fiel und er aus zwölf Metern den Ball nicht richtig traf und verzog (93.)

Donndorf gestaltete das Spiel überlegen und hatte durchaus Chancen es für sich zu entscheiden. Somit war die Chancenverwertung das Manko ihres Spiels. Trockau kämpfte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zurück in die Partie, steckte trotz des frühen Rückstandes und der beiden Verletzungen nicht auf und verdiente sich den Sieg im Kerwaspiel aufgrund der kämpferischen Leistung mehr als redlich. Bei den Gästen überzeugte das Sturmduo Meixner und Zeitler, sowie TW Stadter. Trockau bot eine geschlossene Mannschaftsleistung aus der noch der sehr agile Ph. Schmidt und Ersatzkeeper M. Schmitt herausragten.

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