Sechs-Punkte-Spiel gewonnen

Trotz großer Personalsorgen konnte die 1. Mannschaft in einer wichtigen Partie gegen den ASV Laineck mit einem 2:1-Auswärtssieg lebenswichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren.

von Hans-Jürgen Wunder, anpfiff-Redaktion

„Ausgerechnet heute, wo wir uns von der Abstiegszone etwas absetzen könnten, fehlen so viele Leute“, klagte SG-Vorsitzender Josef Held vor der Partie. Benjamin Schmitt, Johannes Adelhardt oder Nico Thiem waren nur einige Akteure, die bei der wichtigen Partie fehlten. Deshalb musste Michael Schmitt zwischen die Pfosten und Daniel Bauernschmitt, der sich eigentlich schon den Alten Herren angeschlossen hatte, von Anfang an mit ran. Allerdings hatten sich die Trockauer mit drei Siegen in vier Spielen in der Rückrunde schon mächtig Luft nach unten verschafft. Davon konnte bei der Heimelf keine Rede sein. Nach drei Niederlagen in Folge stand Laineck mächtig unter Erfolgsdruck. In dieser schwierigen Situation wurde besonders Spielführer Alexander Track schmerzlich vermisst, der krankheitsbedingt in diesem Jahr noch überhaupt kein Punktspiel bestreiten konnte.

Kurzes Strohfeuer

Bevor sich die Trockauer umsahen, hätten sie schon in Rückstand liegen können. Nach einem weiten Pass in der Anfangsminute schlug ein SG-Abwehrmann über den Ball und plötzlich stand Shaun Thomas alleine vor dem Gästekeeper. Doch Michael Schmitt machte schnell die Schotten dicht, schloss die Beine und bewahrte sein Team vor dem Gegentreffer. Wenig später verzog Cirpan aus 18 Metern, doch dann war es schon mit der Lainecker Herrlichkeit vorbei. Denn die Süß-Elf stellte sich immer besser auf die hohen und weiten Schläge der Heimelf ein und begann, erste gefährliche Vorstöße über Maximilian Hümmer zu wagen. Richtig zwingend wurde es allerdings, als Maximilian Held auf die Reise geschickt wurde. Während seine Gegenspieler noch abseits reklamierten, zog der SG-Torjäger auf Keeper Markus Schoberth zu, umkurvte ihn und schob zur Führung seiner Mannschaft ein. Damit gab ASV-Spielertrainer Mikhail Sajaia seine Position in der Innenverteidigung auf, die er mit dem Lainecker Vorsitzenden Halil Tasdelen versah – und wechselte in die Sturmspitze. Das war schnell von Erfolg gekrönt. Einen Lupfer von ihm wollte ein Trockauer Abwehrmann per Kopf bereinigen, und schwups, lag der Ball im Tor. Doch die Gäste zeigten sich nicht geschockt. Mit der reiferen Spielanlage schafften sie es immer wieder, den Gegner unter Druck zu setzen. Und als die Gastgeber bei einem Eckball, der flach durch den Strafraum zischte, nicht sortiert waren, bewies Maximilian Held erneut seinen Torriecher. Am zweiten Pfosten zog er blitzschnell ab und beförderte das Leder zur erneuten Trockauer Führung über den Innenpfosten ins Netz. Danach stieg zwar der Lärmpegel bei der Heimelf. Die größte Chance hatte aber Maximilian Hummer auf der anderen Seite, der knapp verzog.

Gäste gefährlicher

Nach der Pause war bei den Gastgebern zumindest anzumerken, dass nun versucht wurde, den Ball flach zu halten und einen kontrollierten Spielaufbau zu schaffen. Freilich verhinderten technische Mängel und mangelnde Cleverness im Zweikampf, dass die Umstellung von Erfolg gekrönt wurde. Martin Panneck etwa hatte mehrmals die Möglichkeit, das Leder durchzustecken, passte aber immer wieder einen Tick zu spät oder zu ungenau. Trotzdem hatte Mikhail Sajaia den Ausgleich auf dem Fuß, als er den SG-Keeper bereits überlupft hatte, dann aber das Tor verfehlte. Je länger die Partie nun dauerte, desto besser hatten aber die Gäste die Partie in Griff. Dabei hätte Maximilian Held alles klar machen können, zeigte sich aber etwas zögerlich, als er Torwart Markus Schoberth fast schon umkurvt hatte. So gehörten die letzten zehn Minuten den Platzherren, die mit viel Wucht, aber wenig Präzision, den SG-Kasten berannten. Als dann Martin Pannek nahezu unbedrängt einen Abpraller von der Strafraumgrenze deutlich über den Kasten setzte, war die erste Heimniederlage der Lainecker im Jahr 2017 besiegelt.

Den Trockauern dürfte dagegen ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Jetzt darf man sich bei der Süß-Elf berechtigte Hoffnungen machen, den Klassenerhalt schnell unter Dach und Fach zu bringen.

 

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