Rekordverdächtiges 8:0 zur Halbzeit

Die SG Trockau konnte im Nachholspiel gegen dezimierte Gäste aus Warmensteinach einen ungefährdeten 9:0 (8:0)-Sieg feiern.

Der Tabellenletzte musste aufgrund starker Personalnöte die Partie zu neunt beginnen, ehe nach einer halben Stunde der zehnte Mann dazu stieß. Von meiner Seite schon einmal höchsten Respekt dafür, in Trockau anzutreten und das Spiel nicht einfach abzusagen. Die Heimelf musste ebenfalls stark ersatzgeschwächt antreten. Unter anderem fehlte Spielertrainer Alex Süß, der nach seinem Syndesmosebandabriss aus dem Sportring-Spiel nicht mehr für Trockau auflaufen kann.

In der ersten Viertelstunde war der personelle Unterschied jedoch noch nicht bemerkbar. Trockau hatte zwar viele Spielanteile, agierte jedoch zu einfallslos, wobei sich die Gäste auch voll ins Zeug warfen. Trotzdem wäre in der 6. Spielminute die Führung für Trockau fällig gewesen, hätte nicht A. Schmitt das Kunststück fertiggebracht, die Kugel nach feiner Flanke von Held aus drei Metern am Kasten vorbeizuschießen. Der „Dosenöffner“ war dann das 1:0 in der 15. Minute, durch Gradl, der TW Feulner nach wildem Gestochere im Gästestrafraum im Nachschuss überwand. Trockau konnte in der 25. Minute durch Grüner nachlegen. Eine Direktabnahme von Held nach einem Eckball parierte Feulner glänzend, den Abpraller „arbeitete“ der Trockauer Kapitän jedoch zum 2:0 über die Linie. Keine drei Minuten später klärte Herrmann einen Freistoß von Held im Sechzehner mit erhobenem Ellenbogen und SR Aleschko pfiff folgerichtig Strafstoß. Diesen verwandelte Held sicher zum 3:0. Ab dann ging es bis zum Pausenpfiff in schöner Regelmäßigkeit mit dem Trockauer Toreschießen weiter. Dem 4:0 (33.) ging ein herrlicher Doppelpass zwischen A. Schmitt und Held voraus den ersterer mit einem Flachschuss aus 16 Metern veredelte. Beim 5:0 (36.) eroberte sich Gradl den Ball und legte diesen per Außenristpass in den Lauf von Held, der TW Feulner überlief und ins leere Tor einschieben konnte. Das 6:0 (40.) erzielte ebenfalls der Trockauer Goalgetter. Nach einem abgefangenen Freistoß der Gäste erhielt er an der Mittellinie den Ball, überlief drei Gegenspieler und überwand Feulner mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Auch beim 7:0 (44.) halfen die Gäste kräftig mit. Einen haarsträubenden Querpass von Neukam an der Mittellinie erlief sich Gradl, spazierte danach unbehelligt bis zum Sechzehner und versenkte die Kugel unhaltbar flach im rechten Eck. Mit dem Pausenpfiff fiel noch das 8:0, wiederum durch Held. Warmensteinach verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, Mannschedel mit langem Ball auf Held und dieser überwand den Gästekeeper mit einem schönen Heber.

Wer jetzt dachte, dass es in der zweiten Hälfte so weitergeht, wurde eines Besseren belehrt. Offenbar stellte Warmensteinach gedanklich das Spiel wieder auf 0:0 und gab weiter mit zehn Mann Gas. Trockau nahm verständlicherweise aufgrund der deutlichen Führung mehr als einen Gang raus und somit entwickelte sich ein beinahe ausgeglichenes Spiel auf immer mäßiger werdendem Niveau. Die ersten Möglichkeiten hatte wieder Trockau. Zuerst dribbelte sich Held am Strafraum entlang und verzog nur knapp (46.), dann setzte Gradl seinen Schuss aus etwa acht Meter zu hoch an (66.) und schließlich jagte Schüssel den Ball fast bis zur Autobahnbrücke über den Querbalken (69.). Die Gäste machten nun auch einmal auf sich aufmerksam, als Glauber den Ball behaupten konnte, ihn schön auf den Elfmeterpunkt chippte, wo Zapf mit dem Kopf nur knapp das Tor verfehlte (75.). Das sicher geglaubte 9:0 verhinderte in der 78. Minute Maxi Held, indem er einen Schuß von Gradl, der alleine ins Tor gerollt wäre, aus einem Meter selbst über die Linie drückte und SR Aleschko korrekterweise auf Abseits entschied. Kurz vor Schluss korrigierte er diesen Fauxpas jedoch und schob einen Querpass von M. Schmitt, der einen kurzen Abstoß der Gäste abfing, aus sechs Metern zum Endstand ins Tor und schnürte damit einen Fünferpack.

Der Sieg der Trockauer war auch in dieser Höhe voll verdient, wobei ihnen das personelle Defizit der Gäste natürlich in die Karten spielte. Aus der Heimmannschaft sind der spielfreudige Doppeltorschütze Gradl, der unermüdlich rackernde Arnold und Fünffach-Torschütze Held hervorzuheben.

Bei den nie aufsteckenden und immer fair agierenden Gästen, die durchaus gute spielerische Ansätze aufblitzen ließen, gefielen TW Feulner, der laufstarke Herrmann und Neukam. SR Aleschko (Edelsfeld) hatte mit der Partie keinerlei Probleme und bot eine sehr gute Leistung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.