Eigentor war der Knackpunkt

Der Saisonauftakt am Trockauer Sportfest gegen den TSV Donndorf, verhieß für die gastgebende SGT aufgrund der schlechten Vorbereitungsergebnisse nichts Gutes in Bezug auf eine Punktausbeute. Als das Spiel jedoch angepfiffen wurde, stellte sich wieder einmal heraus, dass man die Vorbereitung nicht als Maßstab heranziehen sollte.

Trockau erwischte nämlich eine Start nach Maß und hatte gleich zu Beginn zwei Hochkaräter. Zunächst scheiterte Gradl mit einem Freistoß aus 20 Metern am glänzend reagierenden Gästekeeper Stadter (5.) und eine Minute später spritzte Ph. Schmidt in einen katastrophalen Querpass der Gästeabwehr, wobei er die Kugel dann jedoch vertändelte und Stadter mit seinem Schuss vor keine Probleme stellte. Dann folgte aber die kalte Dusche in Form der Gästeführung. Meixner spielte einen glänzenden Steilpass auf Hagen und dessen Querpass grätschte Zeitler samt Mitspieler Kimel zum 0:1 ins Netz (8.). Trockau zeigte sich aber wenig geschockt und hielt gegen spielerisch gute Gäste weiter dagegen. Nach 18 Minuten trat Maxi Held erstmals in Aktion. Er vernaschte drei Gegenspieler und scheiterte aus fünf Metern an Stadter, der den Ball in die Mitte abwehrte, wo Gradl das Kunststück fertig brachte, vom Elfmeterpunkt weit über die Querstange zu schießen. Im Gegenzug kombinierten sich Ziegler-Freisinger und Kimel über rechts durch, ersterer tunnelte A. Schmitt gekonnt, setzte seinen Gewaltschuss aus 12 Metern jedoch etwas zu hoch an. In der Folgezeit waren die Gäste zwar weiter spielerisch im Vorteil, die klareren Torchancen hatte jedoch Trockau. Ph. Schmitt erkämpfte den Ball und scheiterte aus 16 Metern an Stadter (33.). Gradl nahm sich aus 25 Metern ein Herz und zielte nur knapp vorbei (34.). Und schließlich kam nochmals Ph. Schmidt nach einer Held-Flanke völlig freistehend am Fünfereck zum Kopfball und vergab kläglich (38.). Die letzte nennenswerte Aktion vor der Pause gehörte den Gästen. Meixner trat über links zum wiederholten Male unwiderstehlich an, passte in die Mitte wo sich Kimel gegen drei Abwehrspieler behauptete und erst im letzten Moment geblockt werden konnte (40.).

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Trockau am Drücker und mit weiteren guten Chancen. In der 57. Minute wurde Held zunächst der Ball vom Fuß gespitzelt, der Nachschuss von Arnold ging knapp drüber. Ein Freistoßtrick zwischen Held und A. Schmitt schien zunächst misslungen, Roder kam jedoch über Umwege an den Ball, scheiterte aber aus 15 Metern erneut an Stadter (64.). Drei Zeigerumdrehungen später war es dann endlich soweit und Trockau konnte zum ersten Mal in der neuen Saison jubeln. Maxi Held zirkelte einen Freistoß aus 22 Metern, zentrale Position, über die Mauer und vom Innenpfosten sprang der Ball zum 1:1 ins Netz. Dann folgte jedoch der Knackpunkt im Spiel, als sich erneut Meixner an der linken Eckfahne gegen mehrere Gegenspieler durch setzte, seine Flanke abgefälscht wurde und dadurch einen solchen Drall bekam, dass sie vom Fuß eines Trockauer Abwehrspielers aus kurzer Distanz zum 1:2 ins Tor kullerte (70.). Dieser Rückstand schien der Heimelf etwas den Elan aus dem Spiel genommen zu haben und Donndorf gewann nun Oberwasser. Allerdings kam den Trockauern in dieser Phase zugute, dass SR Ziegler nun einige fragwürdige Freistoßentscheidungen zu ihren Gunsten traf. Maxi Held trat in der 76. Minute aus ähnlicher Position wie beim Ausgleich an. Diesmal fischte jedoch Stadter den Schuss sensationell aus dem Winkel. In der 82. Minute überließ Held A. Schmitt den Ball, der jedoch zu hoch zielte. Die Entscheidung fiel dann vier Minuten vor dem Ende mit dem 1:3. Meixner erneut überragend über links mit einer Flanke auf Lang, der erst über den Ball schlug, sich dann trotzdem behauptete und seine Hereingabe von Kimel über die Linie gedrückt wurde. Den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzte Meixner mit einem eleganten Fallrückzieher aus 16 Metern nach Flanke von Hagen, der jedoch über das Tor ging.

Trockau bot gegen die favorisierten Gäste eine engagierte, kämpferisch starke Mannschaftsleistung, auf welche man in den folgenden Spielen aufbauen kann. Zumindest ein Punkt wäre aufgrund der Vielzahl von Chancen möglich gewesen.

Die Akteure des TSV Donndorf zeigten phasenweise, zu welch spielerischer Leistung sie im Stande sind. Vor allem wenn Meixner in Aktion trat wurde es immer brandgefährlich, da er mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit für die heimische Abwehr kaum zu stoppen war. TW Stadter vereitelte wieder einmal mehrere Trockauer Großchancen und hielt somit den Sieg für seine Farben fest.

 

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