Beste Saisonleistung erst spät belohnt

Im Nachbarderby stand die SGT fast schon unter Zugzwang endlich punkten zu müssen, da in den bisherigen Spielen trotz ansprechender Leistungen noch nichts Zählbares heraussprang. Bei den Gästen aus Schnabelwaid herrscht noch die Aufstiegseuphorie vor und als Aufsteiger spielt man eh befreiter auf. So waren die Vorgaben also klar verteilt. Trockau musste agieren, Schnabelwaid konnte reagieren.

Dementsprechend begann das Spiel vor etwa 160 Zuschauern auch. Hümmer setzte sich in der 3. Minute über rechts durch, zog aus 15 Metern ab und Gästekeeper Wölfel konnte nur mit den Fäusten klären; jedoch direkt auf den Kopf von Ph. Schmidt, der aus fünf Metern zum 1:0 ins leere Tor köpfte. Die Reaktion der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst nahm Kral einen zu kurz abgewehrten Ball aus 20 Metern volley und verzog nur knapp (8.). Kurz darauf musste Heim-TW Schüssel gegen Gashi sein ganzes Können aufbieten als dieser von Freitag mit einem feinen Pass in die Schnittstelle freigespielt wurde und aus etwa 10 Metern abzog (11.). Die Gäste waren in dieser Phase besser und kamen immer wieder über die Achse Ismaijli-Freitag-Gashi gefährlich vors Trockauer Tor. So fiel dann auch der Ausgleich in der 15. Spielminute. Schneider verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, Freitag passte gedankenschnell auf Gashi, der versetzte seinen Bewacher mit einer Körpertäuschung und spitzelte den Ball am herauseilenden TW Schüssel vorbei ins lange Eck zum 1:1. Zwei Minuten später das gleiche Schema, Freitag über links auf Gashi, dieser dribbelte in die Mitte und setzte seinen Schuss etwas zu hoch an. Ein Freistoß von Kral aus 35 Metern wurde leicht abgefälscht und zischte dadurch ebenfalls gefährlich knapp am Pfosten vorbei (20.). Nun zeigte auch Trockau mal wieder eine Offensivaktion, als A. Schmitt einen langen Diagonalpass auf Maxi Held spielte, dieser nach Innen dribbelte, auf Ph. Schmidt zurücklegte, welcher jedoch um Einiges zu hoch zielte (24.). Die Reaktion von Schnabelwaid hierauf war die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Über die bereits beschriebene Achse kam der Ball erneut am linken Flügel zu Gashi, der am Strafraum entlang dribbelte und trocken per Flachschuss unhaltbar zum 1:2 traf (26.). Bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich dann beide Teams und es gab lediglich zwei gefährliche Standardsituationen für die Hausherren. Held führt einen Freistoß schnell aus und überraschte Wölfel fast, als dieser noch seine Mauer dirigierte (33.). Auch bei dem Freistoß aus 35 Metern in der 41. Minute, den Heumann aufs Tor zimmerte, rettete er mit einer Glanzparade.

Nach dem Seitenwechsel musste die Hausherren noch zwei Möglichkeiten der Gäste überstehen, als sich zum wiederholten Male die Kombination Freitag-Gashi fand und letzterer an Schüssel scheiterte (47.) und Schreiner-Schelhorn von Schreiber bedient wurde, den Ball jedoch vertändelte und erneut Schüssel klären konnte (48.). Ab dann rissen die Gastgeber das Spiel an sich, stellten auch in der Abwehr um und bekamen dadurch Freitag und Gashi besser in den Griff. Trockau`s Spielertrainer Maxi Held wurde nun auch besser in Szene gesetzt und hatte die nächsten Möglichkeiten. Bei seinem Freistoß aus 17 Metern (54.) und einem Schuss aus 20 Metern (56.) hatte er sein Visier jedoch noch zu hoch eingestellt. Auch Gradl fand seinen Meister in TW Wölfel, als er einen abgewehrten Ball aus 18 Metern volley nahm, der eigentlich im Winkel eingeschlagen hätte (59.). Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Trockau in der 61. Minute, als Wölfel gegen Held zu spät kam und ihn im Sechzehner zu Fall brachte. Der Gefoulte trat selbst an (???) und setzte den Ball an den linken Pfosten. Als dann in der 69. Minute Ismajli wegen Meckern gelb-rot sah, war Trockau noch spielbestimmender und ließ die Gäste nur noch selten aus deren Hälfte. Trotz dieser Feldüberlegenheit sprangen keine zwingenden Torchancen heraus, da der letzte Pass oft zu ungenau gespielt wurde. Schnabelwaid hatte in der Schlußphase seinerseits Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden. Schreiber konnte einen Abwehrfehler nicht nutzen und schoss aus 12 Metern vorbei (81.) und Schreiner-Schelhorn scheiterte aus 16 Metern an Schüssel (82.). Als fast niemand mehr mit dem Ausgleich gerechnet hatte, gab es noch einmal Freistoß für Trockau, zentral 18 Meter vor dem Gästetor (91.). Diesmal ließ Maxi Held Keeper Wölfel keine Chance und schlenzte die Kugel perfekt zum 2:2 über die Mauer.

Das Unentschieden war schlussendlich gerecht, da Schnabelwaid in der ersten Hälfte besser war und Trockau sich im zweiten Durchgang erheblich steigerte und deshalb diesen Punkt redlich verdient hatte.

Bei den Gästen überragte TW Wölfel und Spielertrainer Gashi mit zwei blitzsauberen Toren. Trockau bot mit der gesamten Mannschaft ihre beste Saisonleistung. Nun gilt es in den nächsten Spielen weiter zu punkten.

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