Trockau in der ersten Hälfte förmlich überrollt

Eigentlich hatte Trockau mit der Begegnung gegen die Eintracht eines der „leichtesten“ Saisonspiele vor der Brust.

Denn alles andere als eine Niederlage wäre in der momentanen Situation eine Überraschung gewesen. Nichts desto trotz wollte man dem Favoriten das Feld nicht kampflos überlassen. Die Gäste aus Bayreuth, einer der Aufstiegsfavoriten dieser Saison, wollten ihrerseits an die deutlichen Siege aus den vergangenen Partien gegen Trockau anknüpfen.

Die Spieler in den orangenen Trikots legten dementsprechend los wie die Feuerwehr und liefen die einheimische Abwehr bereits früh an. Und forcierten dadurch Ballverluste der SGT. Einer davon führte bereits in der 3. Minute zum Erfolg, als D. Heublein den Ball eroberte, nach schönem Doppelpass mit seinem Bruder  Florian von rechts flankte und Philbert den Ball aus fünf Metern problemlos zum 0:1 über die Linie drückte. Auch in der Folgezeit ging es nur in Richtung Trockauer Tor. Namentlich die Heublein-Brüder waren nicht zu kontrollieren und brachten die Trockauer Abwehr mit ihren Läufen über die Außenbahnen immer wieder in Verlegenheit. In der 12. Minute konnte Heimkeeper Schüssel einen Freistoß von D.Heublein aus 20 Metern noch super parieren, fünf Minuten später  war er dann aber machtlos, als Fiebig einen Eckball von D. Heublein am langen Pfosten zum 0:2 einnickte. Leider gibt es von der Heimelf zu diesem Zeitpunkt nichts zu berichten, denn sie fand offensiv nicht statt und hatte defensiv alle Hände voll zu tun.  Wieder rettete Schüssel in höchster Not, als nach einem Missverständnis Philbert alleine auf ihn zulief und er dessen Flachschuss per Fußabwehr klärte (25.). Eine Zeigerumdrehung später wurde Baumgarten über links auf die Reise geschickt, Philbert schoss dessen Rückpass am Elferpunkt jedoch über den Querbalken. Die nächste Möglichkeit für die Gäste dann in der 31. Minute als eine Flanke von F. Heublein über Umwege zu Förster kam und dieser die Kugel nur knapp am langen Pfosten vorbeischlenzte. Eine Art Vorentscheidung fiel dann in der 34. Minute mit dem 0:3. Diesmal konnte Philbert einen Freistoß von D. Heublein am langen Pfosten, trotz Bedrängnis, aus kurzer Distanz eindrücken. Hierbei wurde TW Schüssel bei einem Zusammenstoß verletzt und mangels Ersatztorwart musste Feldspieler M. Schmitt in die Kiste. Mit dem Pausenpfiff musste auch er das erste Mal hinter sich greifen. Eine Flanke von D. Heublein köpfte D. Förster an die Latte, den Abpraller nickte Philbert aus fünf Metern unbedrängt zum 0:4 ins Tor und vollendete damit seinen Hattrick.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Maxi Held wollte die Heimelf nun besser dagegenhalten um eine noch deutlichere Abfuhr zu verhindern. Dies funktionierte zunächst nicht wie gewünscht. Denn in der 51. Minute vertändelte M.  Schmitt an der Grundlinie den Ball gegen F. Heublein, dieser passte in die Mitte, wo erneut Philbert goldrichtig stand und mit seinem vierten Treffer zum 0:5 vollendete. Dass auch die SGT über Offensivkraft verfügt, zeigte sie in der 54. Minute, als Ganzleben Maxi Held mit einem langen Ball auf die Reise schickte und dieser Gästekeeper Baumann mit einem schönen Heber vom Sechzehner aus mit dem Ehrentreffer  zum 1:5 überwand. In der Folgezeit schaltete die Eintracht zwei  Gänge zurück und verwaltete ihren komfortablen Vorsprung nur noch. Dadurch kam auch Trockau vermehrt zu Aktionen nach vorne. Roder zog in der 72. Minute aus 20 Metern zentral vor dem Tor einfach mal ab und Baumann konnte sich erneut auszeichnen.  Dann setzte sich Held über rechts durch und brachte den Ball in die Mitte zu Ph. Schmidt, der jedoch knapp vorbei zielte (82.).  Eine erneute Kombination zwischen diesen beiden führt zu einem Schuss aus acht Metern von Ph. Schmidt den Baumann wieder klasse parierte. Die letze Szene des Spiels gehörte auch Trockau. Ein Freistoß von Held aus 20 Metern wurde von der Mauer an die Latte abgefälscht (90.).

Die Eintracht feierte einen hochverdienten Sieg, dessen Grundlage aus einer überragenden ersten Halbzeit resultierte. Danach verwaltete man verständlicherweise das Ergebnis nur noch, ohne ernsthaft in Verlegenheit zu kommen. Aus einer guten Gästemannschaft ragten der vierfache Torschütze Philbert und die Gebrüder Heublein noch heraus.

Trockau kam in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Zweikämpfe und wurde immer wieder von den schnellen Außenspielern der Eintracht überrumpelt. Erst als die Gäste zurückschalteten konnte man eigene Offensivaktionen kreieren und kam noch zum Ehrentreffer. Nun gilt es bis zum nächsten Spiel: Mund abputzen und weitermachen. Dann wartet mit Weidenberg ein ähnliches Kaliber.

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