Gute Leistung blieb erneut unbelohnt

Im Kellerduell zwischen Schreez und Trockau standen die Gastgeber fast schon unter Zugzwang, drei Punkte holen zu müssen.

Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die FSV-Reserve unter der Woche ebenfalls dreifach gepunktet hatte. Die Gäste aus Schreez dürften zumindest auf einen Punkt  aus gewesen sein, um den Abstand in der Tabelle zu wahren. Trotz des regnerischen Wetters fanden sich doch etliche Zuschauer (Respekt für den großen Fanblock aus Schreez!!) am Sportgelände ein.

Von Beginn an nahm Trockau das Heft in die Hand und man merkte jedem Spieler an, dass er wusste um was es in dieser Partie ging. In der 3. Minute die erste Chance für die Gastgeber, als  Ph. Schmidt den Ball von links quer in den Strafraum legte und M. Held mit einem Flachschuss aus sieben Metern am Schreezer TW Kühnlein scheiterte. Trotz des anfänglichen Offensivelans musste man im Gegenzug bereits tief durchatmen, als Meyer einen Freistoß in den Sechzehner chippte, wo Wölfel am Elfmeterpunkt mutterseelenalleine stand, jedoch  den Ball nicht richtig traf. Weiter ging es Richtung Schreezer Tor mit einem Kopfball von Ph. Schmidt, nach einer Schneider-Flanke, der wieder Beute von Keeper Kühnlein wurde (9.).  M. Held traf mit einem Freistoß aus 17 Metern statt ins Tor nur den Kopf von Kolb (13.). Kurz darauf lag der Ball nach einem Freistoß von Schubert auf Wolff im Trockauer Kasten; SR Doneff entschied jedoch auf Abseitsstellung des Torschützen (15.).  Danach folgte die Viertelstunde von Gästekeeper Kühnlein. Was er in dieser Phase hielt, ging einfach nicht auf die sprichwörtliche Kuhhaut und ließ die Trockauer Spieler und Zuschauer verzweifeln. Zunächst kratzte er einen 20-Meter-Freistoß von M. Held aus dem Winkel (18.). Danach tauchte er bei einem Flachschuss von M. Held aus 16 Metern überragend ins Eck (19.) und schließlich lenkte er einen Gewaltschuss von L. Gradl aus 25 m über den Querbalken (32.).  Somit ging es mit einem torlosen Remis in die Pause, worüber sich die Hausherren besonders ärgerten, da sie die vielen Chancen ungenutzt liegen ließen.

Genauso ging es nach dem Seitenwechsel weiter. In der ersten Szene narrte M. Held über rechts fast die gesamte Schreezer Abwehr, brachte den Ball nach innen, wo Ph. Schmidt das Kunststück fertig brachte, die Kugel aus zwei Metern über die Latte zu bugsieren. Kurz darauf eine fast identische Szene. Wieder M. Held über rechts, diesmal fand seine Hereingabe Schneider, dessen Schuss vom Sechzener im letzten Moment von einem Abwehrspieler geblockt wurde. Dann passierte das, was meistens passiert, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Schreez traf aus dem Nichts zur 1:0-Führung. Wölfel setzte sich an der linken Außenlinie gegen zwei Gegenspieler durch, legte den Ball mustergültig für Schubert in die Mitte und dieser zog zentral aus 20 Metern unwiderstehlich ab, so dass die Kugel unhaltbar flach im Eck einschlug. Trockau schien durch dieses Tor seinen spielerischen Faden verloren zu haben. Man kämpfte weiterhin vorbildlich, jedoch konnten keine Möglichkeiten mehr aus dem Spiel heraus kreiert werden. Da sich nun auch die Gäste aus Schreez nur noch auf die Verwaltung des Vorsprungs beschränkten, sank das Spielniveau zusehends.  Schreez hatte seine Möglichkeiten aus Kontern, Trockau aus Standards. Einer dieser Konter über Friedrich wurde jedoch überhastet mit einem Schuss aus 30 Metern weit über das Tor abgeschlossen (60.). Ein Freistoß von N. Thiem wurde von Kühnlein sicher pariert (64.). Als Kühnlein einem langen Ball von Trockau entgegen ging, prallte er mit einem Mitspieler zusammen und der Ball viel fünf Meter vor dem Tor Ph. Schmidt vor die Füße. Dieser war offenbar derart überrascht, dass er das Leder am verwaisten Schreezer Kasten vorbeischob (72.). Dann wurde es doch noch hitzig im Derby und SR Doneff hatte alle Hände voll zu tun. Zunächst gerieten M. Held und Wille aneinander, kurz darauf Ph. Schmidt und Kühnlein. Der SR bewies  in beiden Szenen Fingerspitzengefühl und beließ es bei gelben Karten für Wille und Schmidt, wobei man auch für beide Rot wegen Unsportlichkeit hätte geben können (75.). Als dann wieder Fußball gespielt wurde, blieb Trockau weiter am Drücker und kam durch B. Schmidt zur nächsten Möglichkeit. Sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment von einem Abwehrbein abgefälscht (83.).  In der gleichen Minute bewies erneut Kühnlein sein Können, als er einen Freistoß von M. Held aus 20 Metern  grandios um den Pfosten lenkte. Kurz darauf schien nach einem langen Ball von Wölfel, den der eingewechselte Petzold unglücklich ins eigene Tor bugsierte die Entscheidung gefallen zu sein. Jedoch entschied SR Doneff erneut auf Abseits, da der Unglücksrabe von seinem Gegenspieler behindert wurde (85.). In den Schlussminuten schaffte es Trockau nicht mehr gefährlich vor dem Schreezer Kasten aufzutauchen. Die Gäste verteidigten nun sehr geschickt und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Schreez feierte somit einen glücklichen Auswärtsdreier und setzt sich etwas von den Abstiegsrängen ab. Der überragende Spieler in Ihren Reihen war Torhüter N. Kühnlein, der Trockauer Großchancen reihenweise vereitelte und den Sieg für sein Team sicherte.

Trockau versäumte es aus einer überlegen geführten ersten Halbzeit mit zahlreichen Torchancen Kapital zu schlagen und deutlich in Führung zu gehen. Die mangelnde Chancenverwertung war auch in  der zweiten Hälfte der Grund warum das Spiel nicht mehr gedreht werden konnte. Aus einer kampfstarken Truppe ragten noch der unermüdliche Kapitän N. Thiem und L. Gradl heraus.

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