Erneuter Rückschlag im Abstiegskampf

Im zweiten Heimspiel nacheinander stand der SG Trockau ein Abstiegs-Fight ins Haus.

Heute ging es gegen den SV Heinersreuth, der vor dem Spiel einen Relegationsplatz innehatte. SG Trainer M. Held musste wegen Verletzung bzw. Krankheit auf Ph. Schmidt, N. Thiem und A. Roder verzichten. Somit gab es im neunten Spiel die neunte unterschiedliche Startformation. Die Gäste erhofften sich unter ihrem neuen Trainer K. Gebhardt ein erstes Erfolgserlebnis, zumal Ph. Dall nach seiner Rotsperre wieder mitwirken konnte.

Wie schon in den letzten Spielen zuvor, schaffte es die Heimelf nicht, die Anfangsphase ohne Gegentor zu überstehen. Bereits in der 4. Minute wurde Schwarz von Dall herrlich in die Gasse angespielt und dieser schlenzte die Kugel flach am verdutzten Heim-TW Schüssel vorbei zum 0:1 ins Netz. Bereits zu diesem Zeitpunkt merkte man, dass Heinersreuth spielerische Vorteile hatte und Trockau lediglich kämpferisch dagegenzuhalten vermochte. Dies tat man jedoch mit Bravour und zwang die Gästeabwehr dadurch zu Fehlern. Den Ersten machte Gästespieler Heim in der 15. Minute, als er M. Held im Strafraum foulte, obwohl dieser bereits auf dem Weg zur Außenlinie war. Den fälligen Strafstoß verwandelte A. Schmitt souverän zum Ausgleich. Den Zweiten machte kurz darauf Gästekeeper Bursian, als er einen (leicht abgefälschten) Held-Schuss nach vorne prallen ließ, Krämer einen ruhigen Fuß bewies und überlegt zum 2:1 einschob (18.). In der Folgezeit spielte sich das bereits o.g. Schema weiter ab. Heinersreuth spielte einen gepflegten Kurzpass, Trockau hielt kämpferisch dagegen, wodurch sich beide Mannschaften fast neutralisierten. Dennoch kamen die Gäste noch vor der Pause zum Ausgleich. Ein Steilpass wurde direkt vor die Füße von Ötter abgelenkt, der mit Auge auf Ph. Dall zurücklegte, welcher den Ball aus 15 Metern unhaltbar zum 2:2 ins Netz donnerte (26.).

Nach dem Seitenwechsel wurde die spielerische Überlegenheit der Gäste noch deutlicher. Da zwischenzeitlich auch noch Ersatz-Kapitän Gradl mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden musste und auf der Ersatzbank „lediglich“ bereits eingesetzte Reservespieler saßen, ging der Heimelf langsam die Luft aus. Für das Trockauer Tor wurde es immer wieder bei Standards von Dall gefährlich. Nach herrlicher Freistoßflanke rutschten Schwarz und Nietzold denkbar knapp am Ball vorbei (48.). Das gleiche Bild in der 65. Minute. Diesmal kamen Ötter und Nietzold einen halben Schritt zu spät. Am knappsten ging es bei einem direkten Freistoß von ihm aus 25 Metern zu, der um Haaresbreite am Dreieck vorbeischrammte (70.). Aus dem Spiel heraus gelang Heinersreuth nämlich auch nichts Nennenswertes, hätte Trockau nicht mal wieder tatkräftig mitgeholfen. In der 77. Minute unterlief der heimischen Abwehr ein fataler Ballverlust im Spielaufbau, Dall reagierte blitzschnell, setzte Schwarz in Szene und dieser schob kaltschnäuzig zum 2:3 ein. In der Schlussphase warf Trockau noch einmal alles in die Waagschale um wenigstens einen Punkt zu retten. Jedoch wurden im bisherigen Spielverlauf zu viele Körner bei der Abwehrarbeit verbraucht, so dass man nun nach vorne nichts mehr zulegen konnte und schlussendlich erneut mit leeren Händen dastand.

Heinersreuth feierte aufgrund des deutlichen spielerischen Übergewichts einen verdienten Auswärtssieg. Hervorzuheben sind Ph. Dall und Schwarz, welche an fast allen gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt waren.

Bei Trockau konnte man als Positivum die kämpferische Einstellung nach dem frühen Rückstand nennen. Es wird sich in den nächsten Spielen zeigen ob dies reicht, um in dieser Klasse Punkte einzufahren. Auf jeden Fall müssen schleunigst die Blessuren der fehlenden Akteure ausheilen, um dann weiter gemeinsam an einem Strang zu ziehen der zum Klassenerhalt führen soll.

 

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