Gegen die Eintracht wieder nichts geholt

Eigentlich hatte man sich bei der SG Trockau einiges vorgenommen im Spiel beim Angstgegner Eintracht Bayreuth, gegen den man in den letzten Jahren stets deutliche Niederlagen einstecken musste.

Jedoch bekam dieses Vorhaben bereits mit dem ersten gelungenen Eintracht-Angriff einen gehörigen Dämpfer. Nach schöner Flanke über rechts konnte M. Schreiner fast unbedrängt vom Elfmeterpunkt aus zum 1:0 in den Winkel köpfen (3.). Bereits in dieser Anfangsphase des Spiels zeigte sich, dass die Eintracht-Spieler gedanklich einfach schneller waren und meist einen Schritt schneller waren, als ihre Trockauer Gegenspieler. Der zweite Nackenschlag folgte dann nach einer viertel Stunde, als Gästekeeper Schüssel eine Flanke klären wollte und hierbei nicht den Ball sondern Eintracht-Stürmer Bernet voll erwischte und SR Jacob folgerichtig auf Strafstoß entschied. Dieser wurde von D. Heublein souverän zum 2:0 verwandelt. In der Folgezeit schafften es die Gäste jedoch mit robustem Körpereinsatz der Eintracht den Spaß am Fußballspielen zu nehmen, ohne jedoch selbst klare Torchancen kreieren zu können. Die zumeist ungenauen langen Bälle auf Held wurden von der heimischen Abwehr sicher abgefangen. Als man sich gedanklich bereits auf die Halbzeit eingestellt hatte, griff Trockau-Keeper Schüssel bei einem hohen Ball erneut vorbei und M. Schreiner konnte locker zum 3:0 ins verwaiste Tor einschieben (46.).

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Maxi Held, die man wohl noch am Volksfestplatz gehört hat, wollte Trockau gedanklich wieder bei null anfangen und sich wenigstens nicht kampflos geschlagen geben. Allerdings musste man nach fünf Minuten im zweiten Durchgang erneut einen Gegentreffer der kuriosen Art hinnehmen, als Murgas den Ball fast von der Mittellinie aus einfach mal volley Richtung Trockauer Tor schlug und das Leder hinter dem konsternierten Schüssel zum 4:0 einschlug (50.). Fast im Gegenzug konnte Gästetrainer Held mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz wenigstens den Ehrentreffer erzielen. In der Folgezeit nahm die Eintracht dann merklich Tempo aus dem Spiel so dass Trockau das Spiel phasenweise ausgeglichen gestalten konnte. Nach einem schnellen Angriff über links konnte Bernet am Elfmeterpunkt zum 5:1 einschieben und somit den Deckel draufmachen (72.). Seinen traurigen Höhepunkt erlebte das Spiel dann in der 82. Minute, als Eintracht-Spieler Dahlen nach einem Foulspiel seinen Gegenspiel zu Boden stieß und der Trockauer Krämer seinen Mannschaftskollegen „rächte“ und in Ringermanier mit Dahlen zu Boden ging. Das hatte für beide Beteiligten die rote Karte zu Folge. Zudem holte sich Schüssel in dieser Szene noch gelb-rot ab, so dass Ph. Schmidt für ihn in den Kasten musste.

Eintracht Bayreuth feierte einen ungefährdeten, auch in dieser Höhe verdienten Sieg, obwohl auch hier von der Leistung her noch viel Luft nach oben war. Es gefielen Kapitän Schreiner und Terentev.

Die Trockauer Elf erwischte einen „gebrauchten“ Tag, schenkte dem Gegner fast drei Tore und konnte außer körperlich robusten Spiel wenig entgegensetzen. So wird es schwer werden auch gegen tabellarisch schlechtere Mannschaften Punkte einzufahren. Die Mannschaft muss sich endlich auch gedanklich auf Abstiegskampf einstellen, zusammenhalten und wieder das spielerische Element zum Leben erwecken. Nur so kann der Klassenerhalt noch geschafft werden.

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