Hartumkämpfter Derbysieg für Trockau

In einem mitunter hart geführtem Nachbarderby entführten die Gaste aus Trockau mit dem 2:1-Sieg drei Punkte aus Schnabelwaid und machten einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Beide Mannschaften wollten an ihre deutlichen Siege der Vorwoche anknüpfen und gaben von Beginn an Vollgas. Schnabelwaid hätte bereits mit dem ersten Angriff in Führung gehen müssen, als Bauer nach einer missglückten Kopfballabwehr alleine vor Trockau´s Keeper Schüssel auftauchte, dieser aber den Flachschuss aus 10 Metern glänzend parieren konnte (1.). Ähnlich knapp ging es bei einem Außenristschlenzer von Peterson zu, der knapp über den Querbalken strich (5.). Dies waren offenbar die Weckrufe für Trockau, um in der Folgezeit das Spiel an sich zu ziehen und selbst Offensivaktionen zu kreieren. Zunächst kam Ph. Schmidt nach einer Held-Flanke den berühmten Schritt zu spät um einzunicken (6.). Die Gästeführung besorgte dann jedoch ein Schnabelwaider in Form von Neuner, der eine scharfe Hereingabe von Ph. Schmidt vor dem einschussbereiten Held in die eigenen Maschen lenkte (18.). Nach einer guten halben Stunde hätte Trockau nachlegen können, als nach einer Held-Ecke der Kopfball von A. Schmitt am langen Pfosten vorbeistrich (29.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später rettete TW Grellner gegen Held, der sich über links durchgesetzt hatte. Offenbar wurde es Schnabelwaid`s Trainer Gashi nun zu heikel und er wechselte sich nach diesen beiden Chancen selbst ein. Sofort ging ein Ruck durch die Heimelf und diese hielt nun besser dagegen und kam auch selbst wieder zu Chancen. Die größte ließ Schreiber nach einem Eckball von Hajrizaj liegen, als ihm der Ball überraschend im Fünfmeterraum auf den Fuß viel, er jedoch weit am Tor vorbeizielte (32.). Mit einem 20-Meter-Freistoß von Hajrizaj, den Gästekeeper Schüssel aus dem Dreieck fischte, ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sank das Spielniveau rapide ab. Die spielerischen Elemente wichen auf beiden Seiten Kampf und Grampf. Trockau zog sich nun viel zu weit zurück und überlies Schnabelwaid das Spiel. Die Heimelf wusste jedoch auch nicht viel damit anzufangen und beschränkte sich auf weite Bälle ins Sturmzentrum, wo sich Gashi und Schreiber an der vielbeinigen Trockauer Abwehr aufrieben. Lediglich in der 53. Minute konnte sich der Schnabelwaider Trainer über links durchsetzen, verzog jedoch knapp. Auch Schreiber setzte einen Volleyschuss nach schöner Vorarbeit von Maxhuni aus 10 Metern knapp neben den Kasten. Bei einem der wenigen Trockauer Konter wurde Held elfmeterreif gefoult und Ph. Schmidt verwandelte trotz Ausrutscher zum 0:2 (69.). Als die Heimelf ebenfalls durch einen Foulelfmeter, verursacht an Gashi, den Hajrizaj in der 74. Minute verwandelte, zum Anschlusstreffer kam, wurde es nochmal spannend. Als SR Schröder in der 78. Minute den vermeintlichen Ausgleichstreffer von Schreiber wegen Abseits zurückpfiff, kochten die Gemüter auf Schnabelwaider Seite hoch. Bereits vorher waren sie über die teilweise wirklich seltsamen Entscheidungen des Schiedsrichters „not amused“. Trockau konnte die Schlussphase schadlos überstehen und feierte einen wichtigen Auswärtssieg.

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