Herbe Derbyklatsche in Kirchahorn

Nach den zuletzt ansprechenden Leistungen reist die SG Trockau recht zuversichtlich ins Ahorntal, in der Hoffnung, den Tabellenführer etwas zu ärgern und vielleicht Zählbares mitzunehmen.

Aufgrund Personalmangels tauchte überraschend Alex Süß in der Startformation auf. Der SV Kirchahorn wollte seinerseits keine Gastgeschenke machen und trat natürlich voller Selbstvertrauen mit der breiten Brust des Favoriten auf.

Das Derby begann verhalten und beide Mannschaften beschränkten sich auf Mittelfeldgeplänkel. Ab der 9. Minute nahm das Unheil für Trockau jedoch seinen Lauf. Ein Hoher Ball in den Sechzehner unterschätzte der Trockauer Ersatzkeeper Adelhardt und der hinter ihm lauernde Scharnagl hatte keine Mühe, die Kugel aus drei Metern zum 1:0 ins verwaiste Gästetor zu schieben. Dadurch war Trockau offensichtlich so geschockt, dass nichts mehr zusammenging und man den nun wie aus einem Guss spielenden Gastgebern nur hinterherlaufen konnte. Namentlich L. Hümmer lief nun heiß und war nicht zu bremsen. Zunächst scheiterte er noch in der 13. Minute mit einem Flachschuss an der Fußabwehr von Adelhardt und in der 17. mit einem Kopfball aus fünf Metern, den er vorbeisetzte, an sich selbst. Nach einem Freistoß von Rupprecht war er jedoch zu Stelle und köpfte zum 2:0 ein (27.). Und weiter ging es mit dem Youngster im gelb-schwarzen Trikot. Einen Schuss vom Strafraumeck konnte Adelhardt glänzend parieren (25.) und eine Direktabnahme nach Rupprecht-Flanke ging knapp über den Querbalken (40.). Dass das verteidigen von Standards heute nicht zu den Stärken von Trockau gehörte, wurde in der 43. Minute deutlich, als Adelhardt nach einer Ecke von Rupprecht erneut am Ball vorbeisegelte und Scharnagl zum 3:0 einköpfen konnte. Das i-Tüpfelchen auf eine aus Trockauer Sicht „Halbzeit zum Vergessen“ war dann das 4:0 in der 44. Minute durch ein unglückliches Eigentor von B. Schmidt.

In der zweiten Hälfte nahmen sich die Gastgeber anfangs aufgrund der komfortablen Führung etwas zurück und Trockau konnte mitspielen. In dieser Phase konnte man auch die beiden einzigen wirklichen Torchancen kreieren. In der 62. Minute nahm sich Gästetrainer M. Held aus 25 Metern ein Herz und zog ab. SVK-Keeper Knauer konnte den Flachschuss jedoch mit dem Fingerspitzen um den Pfosten drehen. Und auch A. Süß hatte zwei Zeigerumdrehungen später seine Chance, als er einen zu kurz abgewehrten Ball aus der Drehung volley abfasste, jedoch am erneut glänzend reagierenden Knauer scheiterte. Danach investierte Kirchahorn wieder mehr in ihr Offensivspiel und schon schlug es erneut im Trockauer Kasten ein. Wieder war es L. Hümmer, der unwiderstehlich antrat und die Kugel aus etwa 20 Metern zum 5:0 in den linken Winkel jagte (67.). Ab diesem Zeitpunkt war dann auch die Moral bei Trockau im Keller und Kirchahorn konnte nun schalten und walten wie sie wollten. In der 80. Minute scheiterte der eingewechselte Gleich noch mit seinem Schuss am glänzend reagierenden Adelhardt die darauffolgende Ecke von Hümmer köpfte erneut Scharnagl zum 6:0 ein. Den Schlusspunkt unter die einseitige Partie setzte der überragende L. Hümmer mit dem 7:0 (83.), als er einen Pass von Dormann aus zehn Metern einschoss.

Kirchahorn feierte einen überlegenen und auch in dieser Höhe verdienten Derby-Sieg und verteidigte die Tabellenführung. Die überragenden Akteure waren der älteste (Scharnagl) und der jüngste (Hümmer) Spieler mit je drei Toren.

Bei den Gästen aus Trockau erreichte kein Spieler die Form der letzten Partien. Es gilt nun, den Mund abzuputzen, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken und sich auf die bevorstehenden Aufgaben im Abstiegskampf zu konzentrieren.

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