Trockau weiter im Rennen um den Klassenerhalt dabei

Die Ausgangslage der SG Trockau vor den restlichen Saisonspielen war klar. Nur Siege helfen wirklich weiter, um im Rennen um die Relegationsplätze dabei zu bleiben. Dies wurde mit dem 5:3-Sieg gegen den SV Seybothenreuth auch geschafft.

Zunächst sah es jedoch gar nicht danach aus. Wie in den Spielen zuvor, startete Trockau passabel in die Partie und hatte durch Maxi Held drei gute Chancen. Jeweils nach langen Bällen setzte er sich gegen seine Gegenspieler durch und kam zum Abschluss. Zweimal zielte er jedoch knapp vorbei (5. und 16. Minute), einmal konnte Gästekeeper Chlistalla parieren (13.). Dann jedoch schlugen die Gäste wie aus dem Nichts zweimal zu. Jung wühlte sich über rechts gegen mehrere Gegenspieler durch und seine Hereingabe drückte Eltschkner aus fünf Metern zum 0:1 über die Linie (19.). Und als dann Ströbel nach einem langen Freistoß aus der eigenen Hälfte einfach durchlief und die Kugel aus 15 m über den verdutzten Trockauer Keeper Schüssel zum 0:2 ins Netz hob, war der Fehlstart perfekt und der Spielverlauf auf den Kopf gestellt (24.). Als dann auch noch Maxi Held mit einer Knieverletzung vom Feld musste, sahen die Trockauer ihre Felle bereits davonschwimmen. Als nach einer Roder-Ecke der Kopfball von Ph. Schmidt unhaltbar unter der Latte einschlug, war das wie ein Startsignal zur Aufholjagd (30.). Allerdings musste man vor der Pause noch zwei bange Momente durch den besten Gästespieler M. Ströbel überstehen. Innerhalb einer Minute scheiterte er erst mit einem Heber knapp über die Latte und dann mit einem Sololauf über links, den er etwas überhastet abschloss und knapp am Pfosten vorbeizielte.

Nach dem Pausentee übernahm Trockau immer mehr die Inititaive und kam erneut nach einer Roder-Ecke zum Ausgleich. Chlistalla konnte den Kopfball von Ph. Schmidt noch abklatschen, seine Vorderleute konnten die Kugel jedoch nicht klären und B. Schmidt stocherte sie aus zwei Metern über die Linie (53.). Von den Gästen kam nun nicht mehr viel, außer Ströbel hatte den Ball. Nach einer Hereingabe von Jung scheiterte er zunächst am glänzend reagierenden Schüssel und den Nachschuss setzte er knapp am langen Pfosten vorbei (56.). Trockau blieb jedoch am Drücker und drehte das Spiel nach einer guten Stunde vollends. Arnold startete ein Solo aus der eigenen Hälfte, setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und hatte noch das Auge für den mitgelaufenen Hümmer, der mit einem platzierten Flachschuss aus 12 Metern zum viel umjubelten 3:2 vollstreckte (66.). Allein Ströbel, den die Trockauer Hintermannschaft heute nicht in den Griff bekam, setzte bei den nun deutlich nachlassenden Gästen nochmals ein Ausrufezeichen. Nach schönem Anspiel von Jung setzte er sich erneut im Strafraum durch und ließ Schüssel mit einem platzierten Schuss aus acht Metern zum 3:3 keine Abwehrchance (72.). Heute aber lief es bei Trockau mit den Ecken. Roder brachte das Leder von rechts herein und der aufgerückte A. Schmitt zimmerte die Kugel von der Strafraumlinie volley in den linken Winkel zur erneuten Führung (74.). Diese Führung ließen sich die Trockauer nun aber nicht mehr nehmen und sie setzten vielmehr noch einen drauf, als Ph. Schmidt einen langen Abschlag von Schüssel erlief und mit einer Kopfball-Bogenlampe zum 5:3 ins lange Eck traf (79.).

Die Gäste aus Seybothenreuth hatte es ihrem besten Spieler M. Ströbel zu verdanken, dass sie so lange im Spiel blieben. Er erwischte einen Sahnetag und war nie in den Griff zu bekommen.

Trockau feierte aufgrund einer deutlich verbesserten Chancenverwertung einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Einziger Wehrmutstropfen war die Verletzung von Spielertrainer M. Held, für den die Saison vermutlich gelaufen sein dürfte.

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