Alle Treffer nach Standards

SG Trockau – SC Altenplos 2:1 Spielbericht erstellt von Hans Wunder, Redaktion anpfiff.info

Die Trockauer sind weiter auf dem Vormarsch. Allerdings hatte die von Alexander Lindner gecoachte Elf auch das nötige Quäntchen Glück. Erst brachte der SG-Spielertrainer die Heimelf in einer ereignislosen ersten Hälfte in Front. Nach dem Wechsel war Altenplos dann stärker und wurde mit dem Ausgleich belohnt. Kurz vor Schluss schaffte die Heimelf das dritte Tor nach einem Freistoß zum etwas glücklichen Heimsieg.   Es war ein echtes Spitzenspiel, sofern man das in der frühen Saisonphase so bezeichnen kann. Dass die Altenploser, die in der letzten Serie lange kräftig vorne mitgemischt hatten, mit zwei Siegen gestartet sind, war zwar für den neuen Coach Frank Rauh erfreulich – richtig überraschend jedoch nicht. Dennoch sah der Übungsleiter viel Positives. „Die Vorbereitung war richtig gut. Und das hatte sich in den ersten zwei Spielen fortgesetzt.“ Dabei konnte ihm nicht einmal der Ausfall der Urlauber Jonas Hubrich oder Markus Wonner die gute Stimmung rauben. „Ich denke, wir können die Ausfälle kompensieren“, meinte er vor der Partie. Bei Trockau fehlte dagegen gleich der Trainer Karaca urlaubsbedingt – er wurde von seinem zweiten Mann, Alexander Lindner, vertreten. Und mit Ralf Stiefler musste zusätzlich ein wichtiger Mann ersetzt wurden. Der Leistungsträger verabschiedete sich am Vormittag und flog zum Junggesellenabschied nach Malle.     Von Beginn an war klar, dass der kleine Trockauer Platz eine Flut von Zweikämpfen heraufbeschwören würde. Und so kam es auch. Beide Teams gingen mit viel Eifer und Motivation ans Werk, sahen den gegnerischen Kasten zunächst aber nur aus der Ferne. Immer wieder waren die Pässe in die Spitzen auf beiden Seiten zu lang, so dass sie leichte Beute der beiden Torhüter wurden. Wenn dann einmal etwas Platz vorhanden war, sorgte die eine oder andere technische Unzulänglichkeit dafür, dass auch die theoretische Chance auf ein Tor zunichte gemacht wurde. So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis erstmals nennenswerte Torgefahr aufkam. SG-Stürmer Philipp Schmidt wurde über den linken Flügel geschickt, verzog alleine vor Keeper Stahlmann aus etwas spitzen Winkel aber gut um einen Meter. Auf der anderen Seite probierte es Janosch Wöhe mit einem Volleyschuss, der aber die dankbaren und aufnahmebereiten Arme von Christopher Schüssel fand. Mit der Zeit deutete sich immer mehr an, dass ein Treffer wohl nur nach einem groben Abwehrschnitzer oder einer Standardsituation fallen würde. Und als Trockau ein Freistoß zugesprochen wurde, war es dann soweit. Spielertrainer Alexander Lindner schraubte sich sechs Meter vor dem Kasten hoch und wuchtete das Leder per Kopf in die Maschen. Damit musste sich nach der Pause zumindest eine Mannschaft etwas einfallen lassen.   Im zweiten Durchgang kam etwas mehr Leben in die Partie. Zwar versuchte Trockau weiter, früh zu stören und führte dabei auch brenzlige Situationen herbei. Aber nun standen auch die Gastgeber nicht mehr ganz so kompakt wie in den ersten 45 Minuten. Und auch der Dreifachwechsel der Altenploser wirkte belebend. Joker Jan Hupfauf setzte sich gleich einmal auf der linken Seite durch, flankte gefährlich nach innen und hatte wenig später sogar eine gute Schusschance aus halblinker Position. Noch besser war die Gelegenheit von Jannik Schneider, der zuletzt gegen Goldkronach noch dreimal getroffen hatte. Allerdings erwischte er die Kugel nicht voll, als er zentral bedient wurde. Aber die Gäste blieben am Drücker, auch wenn Lukas Gradl nach starker Süß-Vorarbeit alleine vor Keeper Stahlmann den zweiten Treffer verpasste. Wenig später flog aber ein Gästefreistoß an den zweiten Pfosten, wurde Richtung anderes Toreck geköpft und dort hatte der verwaiste Christoph Emmert keine Mühe, den Ausgleich zu besorgen. Jetzt wogte die Partie hin und her und beide Teams konnte den Lucky Punch setzen. Dabei hatte Altenplos sogar ein Chancenplus, als etwa erneut Jannik Schneider einen Tabler-Rückpass um Haaresbreite verpasste. Besser machte es dann aber Daniel Bauernschmitt für die Heimelf. Nach einem Freistoß zog er aus der Drehung völlig unbekümmert ab, brachte das Leder als Heber Richtung langes Eck. Und als sich der Ball ins Netz senkte, war der Kerwasieg perfekt. Denn der abschließende Versuch von William Tabler verfehlte sein Ziel deutlich.   

Eitel Sonnenschein in Trockau. Nach Abstiegskampf in den letzten beiden Jahren hofft man zumindest auf einen ruhigen Mittelfeldplatz. „Ich war eigentlich überrascht, dass Altenplos so defensiv spielt“, schildert Alexander Lindner seine Eindrücke. Das könnte der SG noch öfters passieren, wenn man sich weiter oben behaupten kann. Für Altenplos war es das erwartet schwere Spiel mit etwas unglücklichem Ausgang. Allerdings kann Coach Frank Rauh seiner Elf unter den besonderen Bedingungen kaum einen Vorwurf machen. 

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