Oberpreuschwitz hinten sicher, vorne eiskalt

von Thomas Nietner, anpfiff.info-Redaktion

Spitzenspiel zwischen Oberpreuschwitz und Trockau: Das hätte es in der Vorsaison lediglich im Kampf um den Klassenerhalt gegeben.

In der neuen Saison erwischten beide neu formierten Teams dagegen einen Traumstart in die Saison. So gewannen beide Mannschaften jeweils die ersten drei Spiele und hatten bis zum Zusammentreffen noch eine weiße Weste. Die Gäste aus Trockau mussten jedoch erneut ohne Spielertrainer Taner Karaca auskommen, der aus dem Urlaub aber die Daumen drückte. Patrick Werther hoffte auf der anderen Seite auf die Fortsetzung der jüngsten Erfolgsserie. Wollte Trockau in Oberpreuschwitz etwas mitnehmen, galt es vor allem die starke ASV-Defensive zu knacken. Das gelang zvuro in 270 Spielminuten erst ein Mal. Kein Wunder, wenn man sich die namhaft besetzte Hintermannschaft der Blau-Weißen anschaut. Bisher ging das Preuschwitzer Konzept auf: Hinten steht die Werther-Elf sicher und vorne machte Martin Zeitler seine Tore. Nun fiel der Torjäger aber mit einem Haarriss aus. Patrick Werther musste sich für das Topspiel gegen Trockau vor allem in der Offensive einfallen lassen. Philipp Wilfling und Jens Sabbarth sollten den Ex-Donndorfer vertreten.

Die beiden Offensivkräfte spielten – ebenso wie auf der Gegenseite bei Trockau Philipp Schmidt – erst einmal nur eine Nebenrolle. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden“, gab Jens Sabbarth zu. Torchancen blieben somit lange Zeit erst einmal Mangelware – hüben wie drüben. Vor den beiden Strafräumen waren beide Teams mit ihrem Latein am Ende. Das lag zum einem an zwei kompakten Abwehrreihen, zum anderen auch an wenig Tempo im Spiel. So boten sich nur selten Freiräume auf dem großen Spielfeld. „Der ASV ist hinten starkt. Die verschieben gut und haben nichts zugelassen. Wir haben das aber speziell in der ersten Hälfte nach vorne aber auch nicht gut gemacht“, fehlte es Alexander Lindner bei den Gästen vor allem auch an der notwendigen Ruhe im Spielaufbau. Der Ball erwischte daher oftmals den falschen Adressaten. „Wir haben es dem Gegner erneut schwer gemacht, gegen uns ein Tor zu schießen“, war dagegen Patrick Werther mit der ASV-Defensive zufrieden. Nach vorne fiel den Blau-Weißen aber auch lange Zeit nichts ein. Da funktionierte das Zusammenspiel auch noch nicht fehlerfrei – bis Jens Sabbarth zuschlug. Der Ex-Eintrachtler war bei einer schönen Hereingabe von Tobias Fiedler kurz vor der Pause mit dem Kopf zur Stelle. „Das Gegentor ist natürlich zu einfach“, haderte Alexander Lindner mit dem Rückstand, den seine Elf hätte vermeiden können. Den ersten Fehler bestraften die Preuschwitzer aber gleich eiskalt. Bei den hochsommerlichen Temperaturen spielte die Führung den Hausherren in die Karten. „Wichtig war, dass wir gleich mit der ersten Chance das Tor machen“, freute sich der ASV-Coach über die Effizienz seiner Elf.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gäste möglichst gleich die passende Antwort auf den Rückstand geben. Zumindest kam die Trockauer Elf nun entschlossener aus der Kabine und hatte durch Philipp Schmidt nach 50. Spielminute die erste Torchance. Es blieb letztendlich ein Strohfeuer. Denn mehr kam nicht auf die Kiste von ASV-Keeper Daniel Freiberger, der sich weitgehend ein Sonnenbad gönnen konnte. „Wir haben das Spiel kontrolliert“, sah Patrick Werther die Führung nicht gefährdet. Nun boten sich zudem mehr Räume auf dem Spielfeld. Gleich den ersten Konter nutzten die Blau-Weißen dabei zur Führung. Der eingewechselte Vincent La Manna legte dabei mit viel Übersicht auf Jens Sabbarth quer und der Angreifer traf erneut. Zwei Chancen, zwei Tore: Effizienter geht nicht! Aber nicht jeder Preuschwitzer war so effizient wie der Doppeltorschütze. So scheiterte Nicolai Bär gleich zwei Mal in der Folgezeit knapp. Ein Mal verhinderte Gästekeeper Christopher Schüssel die Vorentscheidung, das andere Mal fehlten dem Mittelfeldspieler nur Zentimeter zum Torerfolg. Aber auch wenn die Gäste in der Schlussphase noch eimal offensiver wurden, konnte der ASV den Heimsieg souverän nach Hause fahren. Daran änderte auch die Unterzahl in den letzten Spielminuten nichts mehr.

Wer sich keine Torchancen herausspielt, der kann kein Spiel gewinnen. Zwar wäre die Trockauer Elf bereits mit einem Punkt zufrieden gewesen, letztendlich biss man sich aber an der starken ASV-Hintermannschaft die Zähne aus. Die Preuschwitzer erwiesen sich auch vor dem gegnerischen Tor eiskalt und nutzten gleich die ersten beiden Torchancen zur Führung. Das war bereits die halbe Miete. Die ASV-Elf behält damit weiter die weiße Weste und bleibt vorne mit dran. In der nächsten Woche gibt es dann ein Wiedersehen mit Ex-Coach Hannes Mahr in Kirchahorn. Trockau trifft auf die ebenfalls noch ungeschlagenen Schnabelwaider. „Die Niederlage wirft uns jetzt nicht um“, blickte Alexander Lindner nach der Partie bereits wieder nach vorne. Verdient war der ASV-Sieg allemal., nachdem Trockau letztendlich nach vorne harmlos blieb.

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