In der Nachspielzeit ausgekontert

Trockau konnte gegen Röhrenhof seinen kompletten Kader aufbieten und erhoffte sich natürlich einen Heimdreier. Die Gäste wollten an den Sieg am vergangenen Wochenende gegen Goldkronach anknüpfen und die niederen Tabellenregionen verlassen.

In der Anfangsviertelstunde rollte Angriff über Angriff auf das Gästetor, die keinen Zugriff auf das Spiel bekamen. Das einzige Manko war die Chancenverwertung der Trockauer Angreifer. Namentlich Karaca und Stiefler übertrafen sich im Auslassen der sich bietenden Gelegenheiten. Plötzlich stand es in der 17. Minute wie aus heiterem Himmel 0:1. Ein Befreiungsschlag aus der Gästeabwehr wurde zu Heimkeeper Schüssel zurückgespielt, der per Fuß klären wollte. Das Leder versprang jedoch auf dem unebenen Platz und Gästestürmer Kispert hatte keine Mühe ins verwaiste Tor einzuschieben. Dies war der Knackpunkt im Spiel. Trockau verlor ab diesem Zeitpunkt fast komplett den Faden und brachte keine anständige Offensivaktion mehr zustande. Die Gäste gewannen nun an Selbstbewußtsein und kamen nun auch in die Zweikämpfe. Bis zur Halbzeit spielte sich das Geschehen somit hauptsächlich im Mittelfeld ab.

Auch nach dem Seitenwechsel bemühte sich die Heimelf weiter nach vorne zu spielen, ohne jedoch wirklich gefährliche Aktionen heraufzubeschwören. Röhrenhof spielte nun auch mutiger nach vorne und hatte bei einem Pfostenschuss von M. Sauerstein Pech (66.). Nach einem Doppelfoul im gegnerischen Strafraum an Lodes und Lindner pfiff der SR richtigerweise Strafstoß, den Karaca, passend zum Trockauer Spiel, an das Lattenkreuz nagelte (72.). Auch in der Schlußviertelstunde versuchte Trockau alles, um den Ausgleich zu erzielen. Da heute jedoch die Ideen fehlten, um die Gästeabwehr zu knacken, musste ein Standard kurz vor Schluß für den Ausgleich herhalten. Haas köpfte einen Eckball von Stiefler zum 1:1 ein (88.). Die SG wollte nun einen weiteren Treffer erzwingen und entblößte dabei die Abwehr zu sehr. In der Nachspielzeit fing man sich nach einem Ballverlust einen Konter der Gäste ein, der lediglich auf Kosten eines berechtigten  Foulelfmeters unterbunden werden konnte. Diesen verwandelte Müller sicher zum umjubelten 1:2 für die Gäste (93.).

Röhrenhof fand nach verkorkstem Beginn immer besser in die Partie und verdiente sich den Auswärtssieg durch den unbändigen Kampfgeist. Besonders gefielen M. Sauerstein und Kispert.

Die SGT verlor nach dem Rückstand ihr gepflegtes Kombinationsspiel der letzten Begegnungen fast völlig aus den Augen und wollte mit der Brechstange zum Erfolg kommen. Vielleicht hätte man nach dem Ausgleich den Punkt mitnehmen sollen, mehr wäre heute auch nicht verdient gewesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.