Es fehlte der offensive Bums

Um gegen Ihren „Angstgegner“ (kein Punkt in den letzten drei Spielzeiten gg. die Eintracht) endlich mal wieder was zu holen, musste sich die SG Trockau gegenüber den letzten beiden Begegnungen erheblich steigern. Vor allem nach vorne fehlte zuletzt die Durchschlagskraft. Die Gäste aus Bayreuth mussten auf Sieg spielen um ihre Chancen im Aufstiegsrennen zu wahren.

Die turbulente Anfangsphase ließ auf ein munteres Spielchen hoffen. Zweimal Stiefler und Gradl mit einem Freistoß scheiterten nur knapp am Gästekeeper oder an einem Abwehrbein. Die Eintracht war da schon effektiver, als sie mit ihrem ersten mustergültigen Angriff in Führung gingen. Terentev wurde auf Links (abseitsverdächtig) in Szene gesetzt, brachte das Leder zentimetergenau in die Mitte und F. Heublein schob mutterseelenalleine aus fünf Metern zum 0:1 ein. Nach der durchaus ansehnlichen Anfangsviertelstunde fiel das Niveau massiv in den Keller und der Rest der ersten Halbzeit spielte sich im Mittelfeld ab, wo sich beide Mannschaften die Fehlpässe nur so um die Ohren schlugen. Kurz vor dem Pausentee trat erneut F. Heublein in Szene, als er einen zu kurz abgewehrten Freistoß aus 25 m ans Lattenkreuz nagelte.

Nach dem Seitenwechsel besann sich die Eintracht wieder etwas mehr aufs Spielerische um Heimkeeper Schüssel rückte mehr in den Fokus. Zunächst klärte er gegen D. Heublein per Fußabwehr (46.) und dann parierte er glänzend gegen… der alleine auf ihn zulief (51.). Bei 0:2 (58.) war er jedoch machtlos, als er vom eigenen Abwehrspieler mit einem scharfen Rückpass, der auch noch versprang, in Bedrängnis gebracht wurde und nur kurz abwehren konnnte. M. Schreiner-Schelhorn nahm den Ball am Elfmeterpunkt volley und vollendete unhaltbar. Trockau versuchte zwar dagegenzuhalten, war jedoch nach vorne zu ungefährlich um wirklich mal zum Abschluss zu kommen. Deshalb kamen auch die weiteren gefährlichen Offensivaktionen von der Eintracht. Der eingewechselte Baumgarten brachte eine Hereingabe gefährlich auf den Trockauer Kasten, so dass ein Abwehrspieler auf der Linie klären musste (71.) und schließlich war es erneut F. Heublein, der alleine auf Schüssel zulief, jedoch weit über den Kasten zielte (74.). Zu guter Letzt hätte Trockau fast noch was zählbares geholt, weil die Gäste hinten zu nachlässig wurden. Stiefler dübierte über rechts zwei Gegenspieler zielte aus 10 Metern aber denkbar knapp am langen Eck vorbei (78.). In der 81. war es dann erneut Stiefler, dessen Kopfball aus sechs Metern gerade noch abgefälscht wurde.

Das wäre allerding des Guten zu viel gewesen, da es heute der Trockauer Offensive nicht gelang die meist sicher stehende Gäste-Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Die Eintracht spulte ihr Pensum herunter, ohne jedoch übermäßig zu glänzen. Insgesamt ein souveräner und verdienter Sieg.

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