Ohne Tore – keine Punkte

Nach drei Auswärtsniederlagen ohne eigenes Tor, strotzten die SGT-Spieler natürlich nicht vor Selbstvertrauen. Erschwerend kam hinzu, dass mit A. Süß, A. Schmitt und Ph. Schmidt drei Stammkräfte fehlten. Somit trat man mit einer der jüngsten Startelf der letzten Jahre an, um endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis zu haben. Auf der anderen Seite der SV Seybothenreuth, der mit drei Siegen in Folge im Gepäck mit breiter Brust antrat und offenbar auch alle Mann an Bord hatte.

Es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe, wobei beide Mannschaften den langen Ball bevorzugten. Auch die Torgelegenheiten hielten sich in etwa die Waage. Den Beginn machte die Heimelf in Form von B. Schmitt, der in einen Freistoß von Bernt hineinrutschte und die Kugel knapp neben den Pfosten setzte (8.). In der 13. Minute trat Gäste-Kapitän Elktschner erstmals in Aktion, als er aus 20 Metern eine Granate abfeuerte, die SGT-Keeper Wiegärtner jedoch zur Ecke klären konnte. Auch gegen Jung blieb er in der 25. Minute Sieger, als dieser nach einem Ballverlust der Heimelf alleine auf ihn zusteuerte, aus 14 m abzog und er mit einem Fußreflex klären konnte. Kurz darauf wäre Wiegärtner jedoch machtlos gewesen, als er nach einem langen Ball auf Heinrich zu spät kam, dieser den Ball jedoch am leeren Tor vorbeispitzelte (30.). Die beiden letzten Möglichkeiten vor der Pause hatte dann die SGT. Zunächst scheiterte Krämer mit seinem Schuss aus 12 m an Gäste-Keeper Gintenreiter (33.) und kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Porsch nach einer Lodes-Flanke nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, der übers SVS-Gehäuse segelte.

Nach dem Pausentee waren die Gäste zunächst zielstrebiger Richtung Trockauer Tor unterwegs. Lu. Schönauer zog einen Freistoß Richtung langen Pfosten und Wiegärtner musste sich mächtig strecken um einen Einschlag zu verhindern (48.). Das 0:1 erzielte fünf Minuten später Elktschner nach einer Flanke von Wunderlich mit einer Kopfball-Bogenlampe, bei welcher der Ball vom Innenpfosten ins Tor trudelte. Trotz dieses erneuten Rückstandes legte sich die Heimelf nun mächtig ins Zeug und eroberte sich auch Feldvorteile. Da jedoch aus dem Spiel heraus keine Torgefahr heraufbeschwört werden konnte, musste man sich auf Standards konzentrieren. Einer davon sorgte unmittelbar nach dem Rückstand für Gefahr, als Bernt die Kugel auf den Kopf von Haas servierte, dieser jedoch aus 11 Metern an Gintenreiter scheiterte. Nach gut einer Stunde folgte dann fast eine Kopie dieser Szene. Diesmal platzierte Haas seinen Kopfball aus 6 Metern noch besser, aber der SVS-Keeper parierte mit einem sensationellen Reflex, welcher dem Schützen selbst Respekt abverlangte. Als Elktschner sich in der 78. Minute in einen verunglückten Schuss von Schönauer hechtete und den Ball zum 0:2 abfälschte war eine Art Vorentscheidung gefallen. Die Gäste beschränkten sich nun auf Ergebnisverwaltung und Trockau konnte keine weitere Torchance mehr kreieren. Mit dem 0:3 in der Nachspielzeit machte Zimmermann schließlich den Deckel drauf, als er Wiegärtner nach einem Konter mit einem trockenen Schuss ins lange Eck überwand.

Der SV Seybothenreuth feierte somit seinen vierten Sieg in Folge und steht im gesicherten Mittelfeld. Aus der Mannschaft taten sich La. Schönauer und Keeper Gintenreiter hervor.

Bei der SGT muss man sich nach dem guten Saisonstart und der nun vierten Niederlage in Folge ohne eigenes Tor nach unten orientieren; man steht nämlich auf dem Relegationsplatz. Es ist zwar erst ein Drittel der Saison gespielt, aber man muss jetzt irgendwie mal „den Bock umstoßen“ und wieder punkten, was aufgrund der „Offensivschwäche“ alles Andere als einfach wird. Aber wie heißt es so schön: Hinfallen darf man, aber man muss wieder aufstehen!!

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