Jurk schießt SSV zum Sieg

Nach der Verpflichtung von Daniel Abraham als neuen Hoffnungsträger, trat die SG Trockau in der „Steinach-Arena“ an, um nach fünf Niederlagen in Folge endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis in Form eines Punktes zu erhaschen. Der SSV wollte seinen Aufwärtstrend mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen fortsetzen. Insbesondere auf Top-Torjäger P. Jurk sollte hierbei besonders geachtet werden, der bereits 14 Saisontore erzielt hatte.

In der schwungvollen Anfangsphase begann Trockau engagiert und kam nach drei gespielten Minuten bereits zweimal zum Abschluss. Zunächst köpfte Porsch eine Meyer-Flanke über den gegnerischen Kasten und kurz darauf verzog Krämer aus 20 m nur knapp. Im Gegenzug hebelten Pilz und Munder die Gästeabwehr mit einem einfachen Doppelpass aus, jedoch schob letzterer die Kugel völlig freistehend aus etwa 15 Metern am Trockauer Gehäuse vorbei (5.). Und als dann Mackall über rechts seine Schnelligkeit ausspielte, alleine vor Wiegärtner abzog und diesen zu einer tollen Fußabwehr zwang, konnte man auf SGT-Seite froh sein, nicht schon in Rückstand zu sein (10.). So hatte man im Anschluss selbst zweimal die Möglichkeit die Führung zu erzielen. Bernt scheiterte in der 12. Minute mit einem Freistoß aus 20 m, der unter der Mauer durchrutschte an SSV-Keeper Haziri und eine Minute später fing Gradl einen schlampigen Querpass ab und setzte seinen Volleyschuss nur knapp neben den Pfosten. Es ging weiter mit den „Doppelchancen“. Diesmal war es der einheimische Peterson, der zweimal knapp vor der SSV-Führung stand. Einen Kopfball in der 17. Minute setzte er, nach einer Ecke, zu hoch an und einen strammen Schuss aus 20 Metern verzog er knapp neben den Trockauer Kasten (19.).  Die Heimelf blieb auch weiterhin gefährlich und war den teils behäbigen Gästen fast immer einen Schritt voraus. Nach einigen Minuten Mittelfeldgeplänkel ließ es Herrmann dann krachen, als er aus 25m abzog und das Spielgerät an die Latte zimmerte (31.). Der SSV drängte nun immer stärker auf die Führung, die Gästekeeper Wiegärtner jedoch noch zweimal verhindern konnte. Mackall setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen zwei Gegenspieler durch, brachte die Kugel in die Mitte, Jurk zog volley ab und der Keeper lenkte den Ball gerade noch zur Ecke (32.). Kurz darauf war es erneut Mackall, der über rechts allen auf und davon lief, aber mit seinem Schuss erneut an Wiegärtner scheiterte (35.). Machtlos war dieser jedoch beim 1:0 für die Heimelf in der 36. Minute. Diesmal setzte sich Munder über rechts durch und fand mit Jurk am Elfmeterpunkt einen dankbaren Abnehmer seiner Hereingabe. Kurz vor dem Pausenpfiff verhinderte Wiegärtner erneut ein weiteres Gegentor, als er einen Jurk-Kopfball aus dem Tordreieck fischte (43.); machtlos wäre er jedoch beim Kopfball von Seidel gewesen, der an die Latte klatschte (44.). Somit ging es mit einem schmeichelhaften Rückstand für Trockau in die Kabine.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Trainer Bernt, begann Trockau auch den zweiten Durchgang sehr schwungvoll. Und als in der 47. Minute Daniel Abraham ansatzlos aus 20 Metern abzog und das Leder per Aufsetzer im SSV-Kasten zum 1:1 versenkte, keimte im SGT-Lager wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Diese erstickte die SGT-Abwehr jedoch kurz darauf selbst im Keim, als sie den Ball innerhalb kürzester Zeit eigentlich zweimal bereits geklärt hatten aber wieder selbst in die Gefahrenzone brachten. Mackall scheiterte zuerst noch am Pfosten, Munder jedoch bekam das Leder zentral so serviert, dass er von der Strafraumgrenze unbedrängt zum 2:1 einschieben konnte (50.). Nach diesem erneuten Rückschlag versuchte die SGT weiter den erneuten Ausgleich zu erzielen. Man spielte jedoch zu überhastet und ungenau, um die SSV-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Der Knackpunkt der Partie war dann der Platzverweis für SGT-Keeper Wiegärtner, der sich nach einem geahndeten Rückpass zu einer Bemerkung hinreißen ließ, die SR Fritzsch als Beleidigung auffasste und ihn zum Duschen schickte (60.). Für ihn musste dann Stürmer Ph. Schmidt in die Kiste, was dem Trockauer Offensivspiel natürlich nicht zuträglich war. Es ergaben sich zwar noch Chancen durch einen Kopfball von Bernt (65.) über das Tor und einem gehaltenen Schuss von Abraham (67.), die jedoch nicht wirklich zwingend waren. Die Vorentscheidung fiel in der 68. Minute durch einen berechtigten Foulelfmeter, den Jurk unhaltbar zum 3:1 verwandelte. In der Schlussviertelstunde zog sich Warmensteinach mehr zurück, ließ die Gäste anrennen und setzte auf Konter. Einen davon zog der eingewechselte Won alleine durch, als er vom eigenen Strafraum aus unbehelligt über das gesamte Spielfeld lief und erst an Schmidt scheiterte (89.). Mit Jurk blieb es dem besten Spieler auf dem Platz vorbehalten, den Schlusspunkt unter die Partie zu setzen. Erneut war es ein Konter über links, den er mit einem tollen Schuss ins lange Eck zum 4:1 abschloss und somit seinen Hattrick komplett machte.

Trockau hätte heute durchaus die Chance auf einen Punktgewinn haben können, wenn man sich nicht selbst durch haarsträubende individuelle Fehler (vor dem 1:2) und Disziplinlosigkeiten (rote Karte) in Bedrängnis gebracht hätte. Ein Lichtblick war Abraham, dem die fehlende Spielpraxis zwar noch anzumerken war, der die Mannschaft jedoch in Zukunft weiterbringen wird.

Warmensteinach setzte seinen Aufwärtstrend fort und hatte mit dem Sturmduo Mackall/Jurk zwei stetige Unruheherde auf dem Platz, die noch viele Abwehrreihen vor Probleme stellen werden. Insgesamt ein verdienter Heimsieg, der aufgrund der vielen Chancen in der ersten Halbzeit auch in dieser Höhe in Ordnung geht.

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